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Lattenroste

Lattenrost

Die Deutschen schlafen durchschnittlich etwa 6,59 Stunden am Tag. Also verbringen sie cirka ein Drittel ihres Lebens, in erster Linie im Bett. Dabei kommt es Experten zufolge nicht unbedingt auf die Schlafdauer an, sondern darauf wie wohl sich ein Mensch nach dem Schlafen fühlt. Die gewünschte Erholung allerdings kann ein Bett nur dann bieten, wenn es den individuellen Bedürfnissen seines Besitzers angepasst ist.

Auswirkungen einer nicht optimalen Schlafstätte
Schlechter Schlaf infolge einer schlechten Haltung oder Liegeweise kann Verspannungen auslösen, die sich zu ständigen Rückenschmerzen auswachsen. Schließlich sind dadurch sogar ernst zu nehmende Bandscheibenbeschwerden möglich. Kopfschmerzen und die verminderte Leistungsfähigkeit des gesamten Immunsystems können ebenfalls aus einer schlechten Schlafposition resultieren. Außerdem leidet der Stoffwechsel und auch psychische Probleme sind keine Seltenheit. Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, die sich auf den Alltag der Betroffenen auswirken sind auch Begleiterscheinungen der suboptimalen Lagerung des Körpers während der Nacht.

Der Lattenrost und seine Funktion
Im Großen und Ganzen soll ein Lattenrost die Funktion der Matratze unterstützen. Damit ist ein möglichst elastisches Aufliegen der unterschiedlich geformten Körperpartien in allen erdenklichen Schlafpositionen und dadurch eine Entlastung der strapazierten Wirbelsäule gemeint.
Des Weiteren verlängert sich die Lebensdauer der Matratze durch einen Lattenrost erheblich. Nicht nur aufgrund der mechanischen Beanspruchung, sondern andererseits wegen der verbesserten Luftzirkulation rund um die Matratze. Schließlich verliert der menschliche Organismus im Schlaf mehr als einen Liter Wasser, was ohne Lattenrost schnell zur Ausbildung von Schimmelpilzen führt.

Die Entwicklung des heute bekannten Lattenrost
Wie man sich bettet, so liegt man - die Weisheit begleitet nunmehr schon Generationen von Menschen. Während jedoch früher einfache Bretter als Unterlage für die Matratzen dienten, galten die später entwickelten Drahtgitter als wesentlich komfortablere Variante. Diese Art von Lattenrost bot allerdings der menschlichen Wirbelsäule schon nach kurzer Benutzungsdauer keine ausreichende Stabilität mehr. Den heute bekannten Lattenrost brachte die deutsche Firma Lattoflex im Jahr 1957 auf den Markt. Seither hat sich diese praktische Konstruktion in ganz Europa flächendeckend ausgebreitet. Mittlerweile ist ein Lattenrost in den unterschiedlichsten Ausführungen und Preiskategorien erhältlich, so dass Verbraucher nicht nur die Wahl sondern auch die Qual der Entscheidung haben.

Die Konstruktion eines gewöhnlichen Lattenrost
Die Latten bei einem konventionellen Lattenrost bestehen aus mehreren Lagen von verleimtem Schichtholz. Vereinzelt bestehen die Latten aber auch aus massivem Holz. Diese Bretter sind entlang des rechteckigen Rahmens an Aufhängungen befestigt. Am populärsten sind nach wie vor die Federholzrahmen, wobei das exklusivere Buchenholz sehr viel robuster als Birkenholz ist.
Weiterhin können die Latten in einigen strapazierten Bereichen doppelt montiert sein, um die Konstruktion zusätzlich zu stabilisieren. Gestützt werden die Latten durch mindestens drei Querleisten. Obwohl ein Lattenrost standardmäßig aus 25 Latten besteht, können vor allem die Luxusausführungen auch mehr Leisten aufweisen.
Je teurer der Lattenrost ist, über desto mehr Latten verfügt er. Der Komfort eines Lattenrostes wird maßgeblich von der Länge der Latten und den Abständen zwischen ihnen bestimmt. Ein preiswerter Lattenrost hat aufgrund der damit verbundenen Materialeinsparungen weniger Latten, so dass auch die Lebensdauer erheblich sinkt.
Sehr hochwertige Modelle verfügen zudem über individuell anpassbare Latten, die natürlich höchsten Komfort versprechen. Wirklich luxuriöse Ausführungen sind außerdem maßgefertigt und individuell an die Körperform angepasst. Allerdings sollten die Latten bei einem Lattenrost für Latex- und Kunststoffmatratzen höchstens einen Abstand von 3,5 bis 4 Zentimetern haben. Federkernmatratzen benötigen lediglich einen Abstand zwischen den Latten von fünf Zentimetern. Wenn die Latten schmaler sind, eignen sie sich generell besser zur Belüftung eines Bettes als die breiteren Bretter.
Die Lebenserwartung von einem durchschnittlich beanspruchten Lattenrost beträgt übrigens zwischen 10 und 14 Jahren.

Materialien
Während der klassische Lattenrost bis auf die Aufhängung vollständig aus Holz hergestellt war, werden mittlerweile sämtliche Betten-Unterfederungen unabhängig vom tatsächlichen benutzten Ausgangsmaterial als Lattenrost bezeichnet. Zum Einsatz kommen bei den aktuellen Modellen unterschiedlichste Materialien, wie Glasfiber, Kunststoffe oder Carbonfaser. Voll im Trend liegt in letzter Zeit auch der Bio - Lattenrost, der vollständig unbehandelt und aus ökologischen Materialien hergestellt wird.

Lattenrostarten
Im Laufe der Jahre haben die Hersteller verschiedene Arten des Lattenrost entwickelt. Während der klassische Lattenrost von Kopf bis Fuß durchgängig flach und aus einem Stück gefertigt ist, lassen sich aufwendiger gefertigte Modelle sowohl am Kopf- und am Fußteil an die individuellen Bedürfnisse des Besitzers anpassen. Dabei gibt es einerseits die Möglichkeit, der manuellen Bedienung und andererseits die Einstellung per Knopfdruck. Letztere Variante ist besonders komfortabel und von bis zu vier Motoren angetrieben. Beim Kauf sollten Verbraucher jedoch darauf achten, dass das Kopfteil unabhängig vom Fußbereich verstellbar ist. Eine optimale Liegeposition garantiert ein Lattenrost mit stufenloser Regulierung. Ein solcher Lattenrost ist demnach nicht wie die klassische Form aus durchgängigen Brettern hergestellt. Ein Mehrzonen - Lattenrost ist auf die verschiedenen Einsinktiefen unterschiedlicher Körperteile abgestimmt. Dabei sind die Latten in den einzelnen Bereichen mehr oder weniger durchbiegbar. Außerdem unterscheiden sich die verschiedenen Modelle in ihrer Aufhängung, denn die Latten können entweder starr fixiert oder flexibel aufgehängt sein. Die erste Variante hat den entscheidenden Nachteil, dass die Matratze sich härter an fühlt und sich der Wirbelsäule weniger gut anpasst. Anders dagegen die Modelle mit flexiblen Aufhängungen die für eine längere Lebenserwartung der Matratze sorgen. Für Futtonbetten werden meistens Rollroste verwendet, die aus geraden Naturholzbrettern produziert sind. Da die einzelnen Elemente aber lediglich durch ein Stoffband zusammengehalten werden und sie direkt auf einer Unterlage aufliegen, bieten sie im Gegensatz zu einem Lattenrost kaum zusätzlichen Komfort beim Liegen. Ganz neu auf dem Markt gibt es Lattenroste ohne Latten. Letztere werden bei diesen Ausführungen durch Kunststoffteller mit einem Durchmesser von 20 Zentimetern ersetzt. Diese neue Art Lattenrost eignet sich besonders als Unterlage für Latex- und Kunststoffmatratzen und ist bisher noch sehr teuer.

Der Lattenrost und seine Größe
Ein Lattenrost muss kleiner sein als das Bett in das er eingepasst werden soll. Im Handel wird ein Lattenrost normalerweise in standardisierten Größen angeboten. Die Länge variiert dabei zwischen einem Meter neunzig und zwei Metern. In der Breite liegen die Abmaße für die unterschiedlichen Modelle bei 70, 80, 90, 100 und 120 oder 140 Zentimetern. Dabei ist die notwendige Verkürzung im Vergleich zum Bett bereits eingerechnet. Breitere Konstruktionen eignen sich nicht für eine optimale Federung, so dass in diesen Fällen die Verwendung von zwei einzelnen Lattenrosten angeraten ist. Außerdem kann ein Lattenrost als Komplettsystem mit Bett und Matratze erworben werden, so dass die Maße bereits perfekt aufeinander abgestimmt sind.