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Kaltschaummatratzen haben eine lange Lebensdauer

Für einen gesunden Schlaf benötigt man eine sehr gute Matratze. Dies wussten bereits die Menschen im Altertum. Überlieferungen zu Folge hatte bereits Odysseus eine Art Bett mit einer Art Matratze. Dieses "Bett" bestand aus einem Rahmen, das mit Riemen bespannt war und Felle und Teppiche dienten als Matratze. Im Laufe der Jahre und durch die Weiterentwicklung durch die verschiedenen Völker, wurde die Gestaltung der Matratze immer komfortabler und luxuriöser. Die Matratzen, wie man sie heute kennt, in den Ausführungen Federkernmatratzen, Kaltschaummatratzen, Schaumstoffmatratzen oder Latexmatratzen oder gar Wasserbetten konnten die Völker früher nur träumen.
Der Begriff "Matratze" stammt aus dem Arabischen und bedeutet so viel wie "Bodenkissen". Bis in die Neuzeit waren die Matratzen in Deutschland nur den Reichen vergönnt, es handelte sich auch meist um Kissen, die aneinandergelegt wurden. Das "normale" Volk musste auf Schilf, Stroh oder Seegras schlafen, das jeweils in Säcke gefüllt wurde und relativ hart war. Von einem guten Schlafgefühl war hier kaum die Rede. Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Matratzen von Sattlern hergestellt, bestanden in der Regel aus drei Teilen und waren auch für das bürgerliche Volk erschwinglich.
Die heutigen Matratzen ähneln kaum mehr den ursprünglichen Bodenkissen, sondern sind eher Luxusausführungen, auf die man sich bettet.
So gibt es heute sehr viele unterschiedliche Matratzenarten und Füllungen, die in den Matratzen verarbeitet werden. Die Matratzen werden entweder mit Latex, Schaumstoff, Federkern oder Naturprodukten gefüllt und wurden ursprünglich mit einem Drellbezug ummantelt und die Versteppung wird ebenfalls mit verschiedenen Materialien vorgenommen.
Bei dem Drellbezug handelt es sich um ein sehr festes Gewebe, das jedoch heute eher selten noch zur Ummantelung der Matratzen verwendet wird. Die heutigen Matratzen werden eher mit elastischen Stoffen wie Jersey oder Frottee ummandelt.
Kaltschaummatratzen hatten lange Zeit eher einen schlechten Ruf, da sie als Billigware mit nur kurzer Haltbarkeit verschrien waren. Doch im Laufe der Jahre wurde die Kaltschaummatratze immer weiter verbessert, so dass sie heute eine sehr beliebte Matratzenart ist. Heute bietet die Kaltschaummatratze höchsten Schlafkomfort und sie verfügt über eine punktgenaue Elastizität, und ein gutes Federungsverhalten. Durch die offen porige Schaumstruktur bietet die Kaltschaummatratze eine sehr gute Feuchtigkeitsregulierung und ist besonders atmungsaktiv. Durch ihre Konzeption und bei richtiger Pflege haben Milben bei der Kaltschaummatratze kaum eine Chance. Der Matratzenkern der Kaltschaummatratze besteht in der Regel aus PUR-Kaltschaum oder Visco, einem schaumgummi-ähnlichen Material. Bei diesem "Schaumgummi" hängt die Qualität und die Eigenschaften vom Raumgewicht, der Kernhöhe und der Stauchhärte und auch von der Art der Herstellung ab. Was eine gute Kaltschaummatratze ebenfalls ausmacht, ist der verwendete Bezug.
Das Raumgewicht einer Kaltschaummatratze gibt an, wie viel aufgeschäumte Rohmasse für ein Kilogramm-Gewicht pro Quadratmeter verwendet wurde oder einfacher gesagt, wie viel Kilogramm wiegt der Kubikmeter Schaumstoff vor der Weiterverarbeitung zu einer Kaltschaummatratze. Ist das Rohgewicht des Schaumstoffes sehr leicht, umso weniger wurde an Material verwendet, so dass die Kaltschaummatratze nur eine kurze Lebensdauer vorweisen kann. Deshalb sollte man beim Kauf einer Kaltschaummatratze darauf achten, dass diese mindestens bei einem Raumgewicht von 40 kg/m³ beginnt. Eine gute Kaltschaummatratze hat ein Raumgewicht von 50 kg/m³, eine Kaltschaummatratze mit 60 kg/m³ weist bereits eine sehr gute hochwertige Qualität auf. Die Kernhöhe einer Kaltschaummatratze sollte mindestens 14 Zentimeter betragen, um den, darauf Schlafenden einen guten Schlafkomfort zu bieten. Eine gute Kaltschaummatratze zeichnet sich durch einen guten Bezug, der die Feuchtigkeit transportiert, aus. Dieser Bezug einer Kaltschaummatratze sollte aus Klimafaser oder Wolle bestehen und versteppt sein. Auch die Kernoberfläche der Kaltschaummatratze ist sehr wichtig, da sie für die Klimaregulierung von Bedeutung ist. Zudem sollte eine Kaltschaummatratze aus mindestens einem Querkanal und vielen Längskanälen bestehen, so dass das Aussehen der Oberfläche der Kaltschaummatratze wie ein Würfel aussieht. Ebenfalls ganz wichtig ist der Härtegrad der Kaltschaummatratze. Dieser Härtegrad sagt aus, für welches Gewicht die Kaltschaummatratze und auch Matratzen generell, ausgelegt sind. So sollte eine Person, die ein Körpergewicht von über 85 Kilogramm aufweist, sollte einen Härtegrad von 3 haben.
Durch das verwendete Material ist eine Kaltschaummatratze nicht feuerfest und stellt somit ein Brandrisiko dar, wenn sie nicht mit Zusatzstoffen bearbeitet ist, die feuerhemmend sind. Doch meist sind diese Zusatzstoffe nicht nach dem Ökotex Standard und damit nicht zulässig. Dies ist auch wohl auch der einzige Nachteil der Kaltschaummatratze. Soll das Brandrisiko gemindert werden, kann die Kaltschaummatratze mit einem schwer entflammbaren Überzug überzogen werden, um eine gewisse Sicherheit zu erhalten.
Die Vorteile einer Kaltschaummatratze liegen darin, dass sie aufgrund der verwendeten Materialien eine sehr gute Anpassungsfähigkeit an die Körperkontur ermöglicht und auch absolut geräuschfrei ist, wenn sich der Schlafende umdreht. Die Materialien der Kaltschaummatratze haben zudem ein gutes Rückstellungsverhalten, wenn die Position geändert wird, so dass der Schlafkomfort mit der Kaltschaummatratze schon sehr gut ist. Wie bereits erwähnt, ist auch die Punktelastizität ein großer Vorteil der Kaltschaummatratzen. Ein weiterer Vorteil, der für viele Personen, die eine Kaltschaummatratze kaufen, ganz wichtig ist, ist die gute Transportmöglichkeit, da die Kaltschaummatratze gefaltet werden kann und dadurch auch in einen Kleinwagen passt. Und das ist bei vielen Menschen mitunter ein Aspekt, sich eine Kaltschaummatratze statt einer anderen Matratze zu kaufen.
Wird die Kaltschaummatratze entsprechend gepflegt, ist sie nur minimal anfällig für den Milbenbefall, so dass diese Matratze auch sehr gut für Allergiker geeignet ist.
Da Kaltschaummatratzen mit verschiedenen Bezugsstoffen bezogen werden können, sollte man vielleicht auch noch wissen, dass es einen Bezugsstoff gibt, der als Silverline-Bezug bezeichnet wird. Dieser Bezug ist der teuerste Bezug überhaupt, da er mit 3 % kolloidalem Silber durchtränkt wird. Dieses Tränken verhindert, dass die Kaltschaummatratze den Schweiß schneller abtrocknen lässt und dadurch nicht so schnell Körpergerüche annimmt und unangenehm riechen kann.

Wer eine Matratze kaufen möchte, sollte sich im Vorfeld über die verschiedenen Arten der Matratzen informieren, ihre Vor- und Nachteile abwägen und auch am Besten „Probe liegen“. Dies bieten die Möbelhäuser in aller Regel an, so dass man auch den Härtegrad der Matratze testen kann und somit für sich die ideale Matratze suchen und finden kann.
Gewisse Faustregeln, die es im Bezug auf die Matratzen gibt, sind vielleicht Anhaltspunkte, sollten jedoch nicht den Kauf letztendlich entscheiden, sondern der Kunde sollte sich mit der Matratze "identifizieren" können, da er nach dem Kauf für einige Jahre darauf schlafen wird.