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Wie man sich bettet, so liegt man!

Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie viel Zeit Sie mit dem Schlafen verbringen? Ihnen wird sicherlich schnell bewusst, wie wichtig eine geeignete und gesunde Matratze für Sie ist. Matratzen, die zu hart oder zu weich sind, wirken sich mit der Zeit negativ auf Ihren Rücken aus. Die Muskulatur verspannt sich und Wirbelsäulenschäden treten auf.

Doch welche Matratze ist für mich die Richtige?
Die richtigen Matratzen finden Sie ausschließlich im Fachhandel. Dort werden Sie professionell beraten und die Möglichkeit des Probeliegens ist ebenfalls gewährleistet. Gute Matratzen sollen aus schadstofffreien und natürlichen Materialien hergestellt sein. Die Kombination aus Kokos und Latex oder eine Mischung aus beiden Rohstoffen, ergeben laut Testurteile, die gesündesten Matratzen für Erwachsene und Kinder. Die reine Latex-Matratze ist besonders für Hausstauballergiker geeignet. Denn Milben nisten sich ausschließlich in gewöhnlichen Matratzen ein, in denen sie sich von menschlichen Hautschuppen ernähren können. Bei Latex-Matratzen haben die kleinen Kriecher hingegen keine Chance.
Achten Sie beim Probeliegen der Matratze ganz besonders auf die Druckzonen der Hüfte, Schulter und Kopf. Es ist wichtig, dass diese Zonen sich der Matratze gut anpassen. Die Wirbelsäule muss ebenfalls auf der Liegefläche eine gerade Linie bilden.

Welche gängigen Matratzen-Arten gibt es?
Matratzen aus Latex
Die Latex-Matratze besteht aus einer Mischung von Synthese-Latex und Natur-Latex. Latex wird auch Naturgummi genannt. Es gibt Matratzen, die einen sehr hohen Naturgummi-Anteil beziehungsweise einen eher niedrigeren Latex-Anteil haben. Matratzen aus 100 Prozent Latex sind jedoch sehr schwer im Handel erhältlich. Achten Sie beim Kauf einer Latex-Matratze auf den unterschiedlichen Hartgummi-Anteil. Ist der Naturlatex-Anteil höher als der synthetische Anteil, so ist die Matratze qualitativ hochwertiger. Liegt der Naturlatex-Anteil bei 20 Prozent, so darf sie als Naturlatex-Matratze deklariert werden. Die Natur-Latex-Matratzen sind die meistverkaufte ökologisch orientierte Matratzen im Matratzenfachhandel. Der tropische Kautschukbaum Namens Hevea Brasiliensis liefert den Saft für die Latexgewinnung. Das Gemisch wird bei der Vulkanisierung vermengt und anschließend erhitzt. Für einen guten klimaaustausch in der Matratze sorgen dann die kleinen Hohlräume. Somit liegt der Feuchtigkeits- und Temperaturpegel immer in einem optimalen Niveau. Der besonderen Vorteile bei Matratzen aus Latex sind die hohen Punktelastizitäten, die so eine leichte Anpassung des Körpers ermöglichen. Für Allergiker punkten die guten hygienischen und sauberen Bedingungen der Matratzen. Allerdings sollten Sie beachten, dass Latex-Matratzen sehr lichtempfindlich sind, und dadurch schneller altern. Die Kombination von Matratzen und Lattenroste muss ganz gezielt aufeinander abgestimmt werden. Die Rostleisten müssen eng zueinander stehen um eine punktgenaue Optimierung der Zonen zu erreichen.
Federkern-Matratzen
Die Federkern-Matratze gruppiert sich in drei unterschiedliche Arten: die Bonnell-Federkern-Matratze, Endlos-Federkern-Matratze und Taschen-Federkern-Matratze. Allgemein bestehen Federkern-Matratzen aus mehreren Metallfedern, die sogenannte Ummantelungen aus Baumwolle, Schaumstoff oder Rosshaar aufweisen. Die Bonnell-Federkern-Matratze ist mit einem Federkernsystem versehen, wo Federn ausschließlich aber oberen und untern Gitterrand befestigt sind. Die einzelnen Federn sind bei diesem System an Hand einer Spirale miteinander verbunden. Bei Endlos-Federkern-Matratzen hingegen besteht eine Verflechtung mit Einzelfedern und endlos aneinander gereihten Federkörpern. Bei der Matratze mit Taschenfedern ist jede einzelne Feder in eine Tasche eingenäht und so völlig beweglich in der Matratze. Das sorgt wiederum dafür, dass sich die Oberflächenspannung verringert. Die Verbindungen der Taschen sind so konzipiert, dass nur die einzelnen belasteten Federn nachgeben und somit eine gezielte Punktelastizität erzielt wird. Durch das etwas aufwändigere Verfahren ist die Matratze zwar etwas teurer, die Qualität hingegen ist im Vergleich zu den herkömmlichen Federkern-Matratzen jedoch besser. Der Vorteil einer Federkern-Matratze liegt in der meist hohen Atmungsaktivität sowie den luftdurchlässigen Innenraum. Zudem ist die Matratze auch eher im niedrigeren Preissegment anzusiedeln. Sie müssen jedoch beachten, dass diese Art von Matratzen auch Nachteile aufweisen. Bein Bonnell- und Endlos-Federkern-Matratzen ist die punktuelle Elastizität meist mangelhaft. Menschen, die auf Elektrosmog reagieren, sollten bedenken, dass die Federspitzen wie Antennen wirken und somit die Schlafqualität mindern.
Natur-Matratzen
Ökologische und schadstoffgeprüfte Natur-Matratzen sind eine gute Alternative zu Matratzen, die aus synthetischen Materialien hergestellt werden. Blicken Sie doch mal einige Jahrzehnte zurück. Früher waren die Schlafstätten der Menschen viel naturbelassener und gesünder als in der heutigen Zeit. Sie schliefen auf Stroh, Seegras oder Rosshaar gefüllten Säcken. Mit den Jahren veränderten sich die schlichten Schlafplätze zu luxuriösen Schlaforten. Viele technische Elemente trugen zur Weiterentwicklung und Herstellung von Matratzen bei.
Naturmatratzen sind mit unterschiedlichen Naturfaserfüllungen wie Baumwolle, Rosshaar, Stroh, Kokosfasern, Torf und Schurwolle versehen. Diese Matratzenart ist in ihrer Eigenschaft eher hart einzugruppieren. Sie sollten auch einige Pflegemaßnahmen einhalten, denn Natur-Matratzen müssen regelmäßig aufgerollt, ausreichend gelüftet und hin und wieder gewendet werden. Die Lebensdauer der Matratzen, selbst bei Einhaltung der Pflegevorgaben, ist relativ kurz. In der Kategorie Natur-Matratzen gliedern sich auch die Wollmatratzen. Sie sind größtenteils mit Schurwolle gefüllt, und regulieren aufgrund des Materials eine gut Aufnahme der Körperfeuchtigkeit sowie die Abgabe an die Außenluft. Das in dem Material enthaltene Wollfett wirkt zudem auch antibakteriell. Bei Rosshaar-Matratzen besteht das Innenleben aus Rosshaar. Die Eigenschaften sind ähnlich wie die der Schurwolle. Die Matratze absorbiert ebenfalls viel Feuchtigkeit und lässt sie gut zirkulieren. Daher eignet sich die Rosshaar-Matratze auch besonders für die Nutzung in den Sommermonaten. Matratzen aus Rosshaar und Schurwolle sind sehr umweltfreundlich, da die Füllungen aus reinen Naturprodukten bestehen. Nachteilig wirken sich jedoch die Kurzlebigkeit und Pflegeintensität der Natur-Matratzen aus. Die sollten auch die regelmäßigen Aufarbeitungskosten der Matratzen beim Kaufpreis mit einkalkulieren. Denn die Folgekosten sind nicht günstig.

Kaltschaummatratzen
Die Kaltschaum-Matratzen punktet in vielen Hinsichten. Einen besonderen Vorteil bieten die Formstabilität sowie die lange Lebensdauer dieser Matratzen. Auch für Allergiker sind Kaltschaum-Matratzen bestens geeignet. Der Rohstoff der Kaltschaum-Matratze besteht aus einem synthetischen Polyurethan. Durch das Aufschäumen des Stoffes entsteht ein Strukturmix von kleinen und größeren Poren. Diese Poren ermöglichen Ihnen einen druckausgleichenden und druckverteilenden Liegekomfort. Fünf bis sieben punktuelle Zonen passen sich den entsprechenden Körperkonturen an. Ein weiteres Merkmal dieser Matratze ist die gute Biegsamkeit. Da der Kern der Kaltscham-Matratze sehr offen porig ist, wird eine hervorragende Feuchtigkeits- und Luftzirkulation gewährleistet. Dies wiederum sorgt im Sommer für gesunde Schlafverhältnisse. Die Kaltschaum-Matratzen bieten eine ähnliche Elastizität wie Naturlatex-Matratzen. Hochwertige Matratzen aus Kaltschaum sind heute oftmals atmungsaktiver und haltbarer als Latex-Matratzen.
Achten Sie jedoch beim Kauf der Kaltschaum-Matratzen auf den entsprechenden Härtegrad. Dieser ist auf das jeweilige Körpergewicht ausgerichtet. Bei einem Gewicht bis 85 kg gilt der Härtegrad H2, bis 110 kg H3 und bei mehr als 110 kg der Wert H4. Einen weiteren Hinweis beim Kauf von Kaltschaum-Matratzen sollten Sie beachten: qualitätsentscheidend ist der RG-Wert. Ist die Matratze mit einem RG-Wert von 40 aufwärts deklariert, so spricht der Hersteller von einem Qualitätsprodukt. Die Bezeichnung RG steht für Raumgewicht. Zeigt also eine Matratze ein RG-Wert von 40 auf, so heißt dies, 40 gleich kg Schaumstoff je Kubikmeter. Lassen Sie sich von Ihrem Matratzen-Händler über die genauen, für Sie zutreffenden Werte, beraten
Wasserbett-Matratze
Die Wasserbett-Matratzen bietet eine absolute Köperanpassung und gewährleistet somit eine druckfrei Lage für Wirbelsäule, Schulter- und Hüftknochen. Die Matratzen für Wasserbetten bestehen aus einer Kunststoffhülle, die mit einem großen Wasserkern ausgestattet ist. Die Matratze, beziehungsweise die Temperatur, wird durch ein elektrisches Heizsystem reguliert. Für die Konstruktion eines einfachen Wasserbetts, beispielsweise mit den Maßen von 1,40 m mal 2,00m, werden etwa 500 bis 800 Liter Wasser benötigt. Umgerechnet entspricht dies ein Gewicht von 500 bis 800 kg plus Bettrahmen. Achten Sie bei der Entscheidung für ein Wasserbett auf die Traglast des Fußbodens. Wasserbett-Matratzen bieten eine ideale Belastungsverteilung des Köpers und sorgen so für einen guten Liegekomfort. Neben de Vorteilen sollten auch die Nachteile bedacht werden. Denn Wasserbett-Matratzen sind sehr teuer und vom Gesamtgewicht sehr hoch. Außerdem findet kein Klimaaustausch statt, weil diese Matratzen keinen Schweiß aufnehmen und luftundurchlässig sind. Bedenken Sie, dass Wasserbett-Matratzen regelmäßig vom Fachmann gewartet werden müssen.

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