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Lattenrost und Matratzen BLOG » Texte von dritten

Archiv der Kategorie ‘Texte von dritten‘

Was für ein Tag

Donnerstag, den 14. August 2008

Ich lag in der Badewanne und versuchte mich zu entspannen. Was für ein Tag. So machte das Leben echt kein Spaß. Es war alle schief gegangen was schief gehen konnte. Ich ließ den Tag noch mal Revue passieren. Erst hatte ich verschlafen. Die Kinder somit auch. Natürlich hatten die kein Verständnis für die Hektik, die ich machte. Dann kleckerten sich die kleine beim Frühstück und der Große sich beim Zähneputzen voll. Also beide wieder umziehen. Blick zu Uhr. Schnell die Kundin angerufen, es wird eine halbe Stunde später. Puh, jetzt hatte ich etwas Luft. Schnell die Kinder in Kindergarten gebracht und weiter. Mittags hat das Telefon geklingelt, während ich am Essen machen war, was zu Folge hatte, dass der Milchreis angebrannt ist. Na ja, dann gab es halt Nudeln. Durch das doppelte Essen kochen, waren wir aber schon wieder spät dran. Ich hab dann die beiden jeder zu ihrem Sport gefahren und bin dann selber zum Pferd. Reiten würde ich nicht schaffen, aber wenigsten auf die Weide stellen und ein bisschen putzen. Mein Hengst merkte aber meine Hektik und hatte sich dann wohl gedacht, dass ihm das nicht behagt und ist dann schon mal alleine los. Natürlich mit der Hengstkette auf der Nase, so dass ich mir jetzt auch noch richtig Sorgen machte. Natürlich stand er gaaaaanz hinten. Und irgendwie hatte ich das Gefühl er grinste mich an, als wollte er mir sagen, so ein Gewaltmarsch beruhigt das Gemüht. Ihm war nichts passiert und so musste ich lachen.
Ich stieg aus der Wanne und ging ins Schlafzimmer. Langsam und Steif ließ ich mich auf Bett sinken. Die Federkernmatratze gab unter mir nach und der Lattenrost quietschte. Ich wollte einfach nur noch schlafen.

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So ein Satansbraten

Donnerstag, den 14. August 2008

Da hopste sie nun in ihrem Bett herum und strapazierte Lattenrost und Matratze. Mit langen blonden Haaren und riesigen blauen Augen. Ihr rosa Nachthemd reichte ihr bis zu den Knien und umspielte ihren kleinen Körper. Eigentlich war sie hundemüde, nur zugegeben hätte sie es unter gar keinen Umständen. Eine „Gute-Nacht-Geschichte“ musste noch her. Nur welche? Der kleine Satansbraten zog diese Entscheidung immer mehr in die Länge, egal welches Buch ich auch vorschlug. Nach langem Hin und Her hatten wir nur das passende Buch gefunden. Glücklich lächelnd lag sie auf ihrem Kissen und kuschelte mit ihrem Tier. Irgendetwas erregte ihre Aufmerksamkeit, das Buch war es jedenfalls nicht! Schon war sie aus dem Bett heraus und lief zum Fenster. Es hatte zu regnen angefangen und die Tropfen schlugen gegen die Scheibe. Blitze zuckten am Himmel und der Donner grollte. Fasziniert starte sie nach draußen. Nun musste ich ihr erklären wo der Regen, der Blitz und der Donner herkamen. Wie erklärt man dies bloß einem kleinen Kind. Also erfand ich eine Geschichte über den lieben Gott, der nun langsam traurig wurde, dass sie immer noch nicht schlief. Schließlich hätte er auf noch mehr kleine Kinder aufzupassen und nicht nur auf sie. Und er wäre erst beruhigt, wenn sie schön artig in ihrem Bett liegen würde und schlafen würde. Ich konnte förmlich sehen, dass sie über das Gesagte nachdachte, wie ihr kleines Gehirn arbeitete. Sie guckte mich an und dann kam es: „Du, Oma, wieso regnet es denn auch wenn es hell ist und ich gar nicht schlafen gehen muss? Oma! Du weißt gar nicht woher der Donner und der Blitz kommt!“ Recht hatte sie! Irgendwie schaffte ich es doch diesen kleinen Satansbraten ins Bett zubekommen und ihn zum Schlafen zu bewegen. Ganz verloren sah sie in ihrem großen Bett aus, aber doch auch wie ein Engel.

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Schmerzhafter Aprilscherz

Donnerstag, den 14. August 2008

Mit nahezu 100%er Wahrscheinlichkeit konnte man davon ausgehen, dass mein Vater an jedem 1. April einen Schabernack ausheckt. Mein Bruder (14) und ich (10), wollten wir ihm das mit gleicher Münze heimzahlen. Damals haben wir uns bereits im Januar mit Eifer an die Planungen gesetzt, was wir machen könnten, ohne dass Papa es bemerkt. Es war nicht nur so, dass er uns reinlegte, nein, er hatte auch einen Riecher dafür, wenn man einen Aprilscherz auf seine kosten plante und machte uns fast immer einen Strich durch die Rechnung. Nun begab es sich, dass wir uns eines Abends heimlich einen Film anschauten: „Die große Flucht“, wo es darum ging, einen Fluchttunnel aus einem Gefangenenlager zu graben. In einer Szene sahen wir dann unseren Aprilscherz: Um den Fluchttunnel abzustützen wurde alles Holz hergenommen, dessen Fehlen man vor den Wachen verheimlichen konnte. Wir bogen uns vor lachen, als im Film ein Gefangener durch sein Bett brach, weil jede zweite Latte im Lattenrost fehlte. Als am 1. April Papa auf der Arbeit war, machten mein Bruder und ich uns ans Werk. Die Matratze runter vom Bett, eine Latte je am Kopf- und Fußende sowie eine in der Mitte wurden übrig gelassen, damit die Matratze noch hielt. Den Rest versteckten wir im Zimmer meines Bruders. Dann warteten wir gehässig auf die Nacht. Was wir nicht bedacht hatten war, dass meine Eltern ein erhöhtes Bettgestell hatten. Ich gehe davon aus, dass mein Vater, voller Elan ins Bett gehupft ist. Den lauten Aufschrei werteten wir zuerst als Erfolg. Als wir jedoch voller Vorfreude auf sein Gesicht um die Ecke ins Schlafzimmer lugten sahen wir, dass unsere Rechnung zwar aufgegangen war und unser Vater tief im Bett auf dem Boden saß, doch das Lachen verging uns als wir feststellten, dass Papa sich an einem scharfen Winkel, der aus dem Metallteil des Lattenrostes herausstakte, den Ellenbogen blutig aufgerissen hat. Es sah schlimmer aus als es war, doch die Wunde musste genäht werden, die Matratze war blutbesudelt, eine Latte war gebrochen und Vater und Mutter stinksauer. Da der Ausgang des schmerzhaften Scherzes nicht gewollt war und wir einen Teil am neuen Bett, der neuen Matratze und dem neuen Lattenrost mit unserem Taschengeld freiwillig bezahlten, denn wir hatten ein mordsmäßig schlechtes Gewissen, bekamen wir keine Strafe und sogar ein Lob von Papa für unseren Einfallsreichtum. Seitdem achte ich bis heute drauf, dass in meinen Aprilscherzen für meine Familie, keine Betten auftauchen.

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Schlafstörung

Sonntag, den 3. August 2008

Lange Zeit litt mein Sohn (3 ½) unter Schlafstörungen. Irgendwie wollte er in dem neuen Bett nicht schlafen. Alles hatte er neu: Lattenrost, Matratze, Bettdecke und Kissen. Dem kleinen Bett war er entwachsen. Abends schlief er in seinem Bett ein und mitten in der Nacht kam er zu uns ins Bett. Ich bin jeden morgen mit Rückenschmerzen aufgewacht. Er lag nicht nur neben mir sondern auf meiner Decke auf mir. Und dann seine Decke drüber. Puh, ich war nur noch gerädert. Alle versuche ihn dazu zu bewegen in seinem Bett zu bleiben waren vergebens.
Am Anfang hab ich ihn in unserem Bett behalten, dann hab ich ihn zurück gebracht, aber dann kam er mehrmals die Nacht. Ich habe versucht mit ihm zu reden und ihm klar zu machen das ich ganz schlecht schlafe, wenn er bei mir schläft. Es fing an zu helfen, als ich ihn nicht mehr so oft, in mein Bett gelassen habe. Dann hat er irgendwann ganz tolle Bettwäsche gesehen, die er unbedingt haben wollte. Ich sagte ihm das ich die nicht kaufen bräuchte, da er ja nicht in seinem Bett schliefe. Das hatte gewirkt. Von da an schlief er besser in seinem Bett und wenn er doch kam, sagte ich ihm er solle an die Wäsche denken. Nach zwei Wochen in seinem Bett, bekam er endlich die Wäsche und kuschelte sich da richtig ein. Jetzt schläft er ca. einmal im Monat bei mir, einfach um noch mal zu kuscheln und ehrlich geniesst man das als Mutter dann ja doch. Irgendwann hört das ja doch von ganz alleine auf und es ist ihnen eher peinlich mit Mama zu kuscheln.

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Ruhelose Nächte

Sonntag, den 3. August 2008

Und wieder stand sie vor meinem Bett. Das war jetzt die fünfte Nacht in folge. Ich konnte nicht mehr. Ich war fertig mit der Welt. Jede Nacht das gleiche. Jede Nacht erzählte sie mir, das sie schlecht geträumt hatte oder das ein Monster im Kleiderschrank sitzt. Was sollte ich denn noch tun ? Es gab Abend schon kein Fernsehen mehr. Statt einer Geschichte hörte sie leise Schlafmusik auf Kassette und eine Gute-Nacht-Geschichte bekam sie auch jeden Abend. Sie kam ja auch nicht nur einmal die Nacht und brauchte jedes Mal fast eine Stunde um wieder einzuschlafen. Meine Matratze bekam ich kaum noch zu sehen. Meinen Mann konnte ich auch nicht wecken, denn der musste ja nächsten Tag arbeiten. Ich hatte schon andere Mütter gefragt, die sagten das ist eine Phase. Sie hat ja jetzt auch die Veränderung in ihrem Leben durch den Kindergarten. Und da hat sie ja auch viel zu verarbeiten. Das alles wusste ich ja auch, trotzdem war es mir ein schwacher Trost. Ich war nur noch müde und dadurch auch leicht reizbar. Was sollte ich denn noch tun ? Ich hab ihr auch ihre Lieblingsbettwäsche aufgezogen, damit sie gern ins Bett geht und es so richtig kuschelig hat. Nichts half. Dann haben wir Knut entdeckt. Ein ca. 50 cm großer Plüscheisbär. Den haben wir gekauft und haben den mit ins Bett gesetzt. Der passt jetzt auf und der vertreibt alle Monster und böse Träume. Seit dem schläft sie wieder durch und ich Gott sei Dank auch.

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Per Umzug zum neuen Bett

Samstag, den 2. August 2008

Bei unserem letzten Umzug gab es nicht nur den allgemeinen Schwund von ein paar Bilderrahmen oder ein wenig Geschirr, sondern auch den Verlust unseres Bettes. Wir haben bis ganz zum Schluss mit dem Bett gewartet, damit wir eben nicht auf dem nackten Boden schlafen mussten. Als dann die alte Wohnung vom Vermieter ohne Mängel abgenommen worden war viel uns auf, dass unser Passat nicht unbedingt die richtige Wahl zum Transport war, aber das einzige Mittel, das wir nun noch hatten. Nach ein paar Überlegungen, kamen die zerlegten Teile des Bettgestells in den Innenraum vom Wagen und die Lattenroste und  eine Matratzen auf den Dachgepäckträger. Die andere Matratze kam geknickt in den noch übrigen Freiraum. Die Roste konnte ich noch mit den Zurrbändern sichern aber die gute Matratze musste ich mit Seilen verzurren. Damit sie bei der langen Fahrt sich nicht lösen konnte, habe ich über Kreuz von hinten nach Vorne und über die Seiten gespannt.  Um ganz sicher zu gehen verknotete ich das alles mit aller Kraft ohne darüber nachzudenken, ob das zu irgendwelchen Schäden führen könnte. Schon während der Fahrt hörte ich komische Geräusche und ein sehr lautes Knacken vom Dach her. Als wir dann in unserem neuen Heim ankamen und unser Bett ausluden sahen wir den gesamten Schaden: Die Matratze, die wir im Innenraum hatten, war dort wo sie geknickt war gebrochen. Die Schnüre, die die andere Matratze sichern sollten haben sich in den Stoff hineingescheuert, sodass wir einen nicht so tollen Einblick in das Innenleben hatten. Und zu guter Letzt war auch noch eines der Roste in der Mitte gebrochen, da wo der Spanngurt seine ganze Kraft entwickelt hatte. Dies erklärte dann auch den lauten Knall während der Fahrt. Fazit: Innerhalb einer Fahrt haben wir es geschafft, unser ganzes Bett zu ruinieren. Das einzig gute daran ist, dass wir nun in der (Zwangs-) Lage waren, uns endlich unser heiß gewünschtes Doppelkammer-Wasserbett zu kaufen. Also: Wer ein Wasserbett haben will, sollte Umziehen.

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Kindergeburtstag

Samstag, den 2. August 2008

Mein Sohn wird fünf und konnte sich nicht entscheiden wen er einladen soll. Bei 8 Kindern habe ich meine Grenze gezogen. Mit meinen Beiden waren es dann 10, das reichte. Eine Piratenparty sollte es sein, also begann ich den Abend vorher alles vor zubereiten, damit ich am nächsten Tag nur noch Kuchen etc. machen musste. Eine Piratenparty ist toll. Die Flagge an die Wand und den Tisch entsprechend dekoriert. Sogar einen Kuchen als Piratenschiff gab es. Dann musste die Schatzjagd vorbereitet werden. Raus konnten wir leider nicht, denn es war Dezember, regnerisch und kalt. Deswegen habe ich die in der Wohnung gemacht. Der Schatz war dann in der Waschmaschine. Die Party war klasse. Jedes Kind hat eine Augenklappe bekommen und viele sind schon verkleidet gekommen. Es hat einfach Spaß gemacht. Natürlich gab es auch die üblichen Spiele wie z.B. Topfschlagen. Natürlich gab es für die Meute auch Pommes und Fischstäbchen. Während ich die zubereitete waren die sich kurz selbst überlassen und das Chaos begann. Im Wohnzimmer wurden Becher umgestoßen und der schön klebrige Apfelsaft auf dem Fußboden. Im Kinderzimmer sind sie auf dem Hochbett gehüpft und wunderten sich, dass die Matratze durchhing. Sie haben die Latten vom Lattenrost raus gehüpft. Gott sei dank konnte man die einfach wieder einsetzen und der Himmel über dem Bett war kaputt gerissen. Das Windspiel haben sie auch von der Decke geholt. Mein Fazit als alle weg waren: Nie wieder 10 Kinder alleine. Das nächste mal hole ich mir eine andere Mutter zur Hilfe.

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Endlich ein Wasserbett

Samstag, den 2. August 2008

Und wieder ist es Winter. Es ist eiskalt und auf dem weg von der Bahn nach Hause kriecht mir die Kälte unter den Mantel. Ich freu mich auf zu Hause und eine heiße Tasse Kaffee. Vielleicht ist meine Frau ja schon so lieb gewesen und hat einen aufgesetzt. Die Kinder hatten bestimmt einen tollen Tag, bei dem Schnee. Ich schließ die Tür auf und beide stürmen mir entgegen. Frisch gebadet sind sie und der Gedanke an eine Wanne ist verlockend.. Aber es riecht auch nach frischem Kaffee. Meine Frau hat den Becher schon in der Hand. Mit einem Lächeln reicht sie ihn mir und nimmt mir den Mantel aus der Hand.  Beim Abendbrot reden wir über den Tag. Die Kinder plappern und müssen immer daran erinnert werden zu essen. Jetzt noch schnell die Kinder ins Bett und ab auf die Couch. Meine Frau und ich erzählen uns noch Dinge die uns bewegen und dann schauen wir fern. Ein einfach gemütlicher Abend. Um elf sind wir erschlagen und wollen einfach nur ins Bett. Ich geh schon vor und dann kommt das was wir Männer doch so lieben. Jetzt hab ich gerade mit meiner Körperwärme das Bett erwärmt und dann kommt sie. Kriecht unter meine Decke, legt mir ihre kalten Hände auf die Brust und daaaaaannn…….die Füße.. Ihre superkalten Füße an meine warmen Beine.
Brrr.. Wohlig seufzend sagte sie nur, wenn wir jetzt das Wasserbett hätten, wäre das schon vorgewärmt und ihre Füße schneller warm. Seit Wochen lag sie mir mit dem Thema in den Ohren. Und jetzt hatte ich die Nase voll. Am nächsten Tag sind wir los und sie bekam ihr Wasserbett.

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Grausame Urlaubserfahrungen

Sonntag, den 27. Juli 2008

Last Minute gebucht, eben schnell am Flughafen. Ab ins Traumland Ägypten. Noch zwei Wochen warten, Koffer packen und los.. Schon am Flughafen fing das Dilemma an. Der Flug hatte Verspätung. Dadurch dauerte die Zwischenlandung auch länger. Statt fünf Stunden waren wir 10 unterwegs. Endlich am Ziel ging es ab in den Bus und das bei der Hitze noch mal 2 Stunden fahren. Ich wollte nur noch ins Bett. Doch statt einem fünf Sterne Hotel erwarteten uns 2 Sterne Lehmhütten. Pro Hütte waren es drei Zimmer. Vor jedem Zimmer waren Holzbrettertüren mit Lücken unten drin das die Kakalaken aufrecht ins Zimmer marschieren konnten. Im Zimmer sah es nicht besser aus. Das Klimagerät hatte schon besser Tage gesehen und war so laut, dass man es nachts nicht benutzen konnte. Das Badezimmer war dreckig und die Toilettenbrille hing auf halb acht. Die Betten waren schön gemacht. Ein Schwan aus Handtüchern prangte in der Mitte und war mit Rosenblättern umrahmt. Viechzeug gab es wohl nicht. Ich wollte nur noch schlafen, also zog ich das Bett ab und schlüpfte unters Laken. Das Bett war zwar sauber, aber ein Zustand. Die Matratze war total durchgelegen. Mann konnte gar nicht am Rand liegen, weil man immer wieder in die Mitte gerollt ist. Was aber wohl auch am ,,Lattenrost“ gelegen hat. Statt eines Lattenrostes war da ein Kettennetz, was so laut quietschte, dass man bei jeder Bewegung wieder wach wurde.
Nach dem Schlaf, hatte ich Hunger das Essen war auch ganz ok, leider gab es die nächsten zwei Wochen immer das gleiche. Allerdings waren das Meer und der Strand so schön, dass wir doch sehr entschädigt wurden. Also ganz ehrlich Ägypten jeder Zeit wieder, aber nicht mehr Last Minute.

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Ich bin jetzt groß

Sonntag, den 27. Juli 2008

Ich weiß es noch ganz genau! Morgen sollte mein erster Schultag sein. Mein Gott, was war ich aufgeregt. Ob ich wohl eine Schultüte bekommen würde und einen Ranzen. Die Nachbarskinder hatten mir schon erzählt, was sie alles bekommen würden. Ich war mir aber gar nicht sicher, ob ich etwas bekommen würde. Dies hatte mehrere Gründe. Zum einen war ich in letzter Zeit nicht besonders artig gewesen, zum anderen besaßen wir nicht viel Geld. Für den großen, wichtigen Tag hatte meine Mutter mir neue Schuhe und ein neues Kleid gekauft. Damit war das Budget eigentlich aufgebraucht. Ich musste früh lernen, dass wir arme Leute waren. Oftmals gab es nicht genug zu essen bei uns. Meine Großeltern waren bereits seit langer Zeit tot, so dass von dieser Seite auch nichts kommen konnte. So lag ich nun in meinem Bett, auf einer Matratze, die wir von unseren Nachbarn geschenkt bekommen hatten und auf einem Lattenrost, welches mein Vater selber zusammen gezimmert hatte.  Aber die Bettdecke war neu gekauft worden und das Kopfkissen auch. Die Bettwäsche hatten wir vom Roten Kreuz. Ich träumte von einem Prinz auf einem weißem Pferd, der mich morgen zur Schule bringen würde. Einmal in meinem Leben wollte ich im Mittelpunkt stehen, nicht immer Außenseiterin sein, von anderen bemitleidet. In dieser Nacht schlief ich sehr schlecht und wachte ganz früh auf. Meine Mutter kannte mich anscheinend sehr gut, denn sie hatte die Küche bereits geheizt und Milch für mich aufgewärmt. Lächelnd sah sie mich an. „Na du, bist du aufgeregt?“ „Und wie.“ konnte ich nur murmeln. „Ich habe etwas für dich. Komm´ setz dich zu mir an den Ofen.“ Sie überreichte mir ein großes Paket. In Ermangelung an Geschenkpapier hatte sie Packpapier bunt bemalt und das Paket darin eingewickelt. Es war ein wunderschönes Paket. Ganz vorsichtig öffnete ich es. Zum Vorschein kam ein wunderschöner Ranzen aus echtem hellem Leder. „Er gehörte deiner Großmutter. Wir haben ihn für dich aufarbeiten lassen. Halte ihn in Ehren, er ist das Einzige, was du von deiner Großmutter noch hast.“ Das habe ich getan! Noch heute besitze ich diesen wunderschönen alten Ranzen.

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