Archiv der Kategorie ‘Texte von dritten‘

So kann man auch zu einem neuen Job kommen

Freitag, den 12. September 2008

Ein Bekannter von mir war vor einigen Tagen in einem Möbelgeschäft. Eigentlich wollte er nur einen neuen Duschvorhang kaufen. Da denkt man sich, als Mann geht er gezielt auf das Regal zu, schnappt sich den ersten, geht zur Kasse, bezahlt und fertig. Nichts da. Weit gefehlt. Ist doch gemütlich noch durch den Laden geschlendert. Und wie es so oft ist, weit und breit keine Verkäuferin und auch kein Verkäufer. Aber dort stand eine ältere Dame, die Hilfe brauchte. Und – ganz Mann gleich Hero – hat er ihr geholfen. Also hat er ihr beim Matratzenkauf mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Ihr die Vorteile der Taschenfederkernmatratze mit 5 Zonen erklärt, die der Taschenfederkernmatratze mit 7 Zonen und das gleiche bei den anderen Matratzen. Das wusste er nur, weil er sich gerade eine neue gekauft hatte und sich vorher intensiv damit beschäftigt hat.

Dass der Filialleiter das beobachtet hat, damit hat wohl niemand gerechnet. Und er am allerwenigsten. Sonst hätte er die alte Dame sicher an ihn übergeben und wäre den Duschvorhang bezahlen gegangen. So aber hat er sie noch animiert, die Taschenfederkernmatratze doch noch zu testen und sich hinzulegen. Das gleich bei 2 anderen. Entschieden hat sie sich dann für die Taschenfederkernmatratze. Und als mein Bekannter zur Kasse ging, hat der Filialleiter ihn aufgehalten. Er suche gerade einen neuen Verkäufer und ob er an dem Job Interesse hätte. Er hätte mitbekommen, sie freundlich und toll er mit der Dame umgegangen wäre und dass er ja durchaus auch Fachkenntnisse hätte.

Wie passend, denn er war gerade auf Jobsuche. Also fängt er nächsten Monat dort an. Er freut sich schon, denn er ist aus dem Einzelhandel und das ist genau, was er gesucht hat. Und der Filialleiter hat ihm schon gesagt, dass, wenn er sich gut macht, er sein Vertreter werden wird. Da wird er wohl in der nächsten Zeit mehr als nur die eine Taschenfederkernmatratze verkaufen.

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Pitti uns seine Matratzen

Freitag, den 12. September 2008

Einige Hundebesitzer müssen es wohl wirklich übertreiben. Nicht nur, dass sie anfangen, ihren Kleinen Mützchen zu kaufen, Mäntel und Halstücher. Nein, es werden zu den Schleifchen im Fell auch noch die Krallen lackiert. Und am allerschönsten ist es doch, wenn Hundchen und Frauchen im Partnerlook gehen. Davon bin ich nun wirklich kein Freund. Hund sollte Hund bleiben dürfen und beim Toben auch mal dreckig werden.

Von all diesen Dingen liest man ja immer wieder und sieht es auch im TV. Daran bin ich ja schon gewöhnt und komme aus dem Schmunzeln nicht mehr aus. Und als mein Nachbar dabei war, ein Mini-Bett zu bauen, habe ich mir auch wenig dabei gedacht. Aber als er im Garten dann einen Hundeknochen auf das Bett malte, war ich schon verwundert. Irgendwie habe ich es ja sogar geahnt.

Als ich dann ein paar Tage später seine Frau traf und wir ins Gespräch kamen, erzählte sie mir stolz, sie habe für ihren Pitti jetzt ein Bett. Erklärend sei dazu gesagt, dass Pitti ein kleiner Mischling ist, aber nicht größer als ein Yorkshire Terrier. Sein Bett steht neben dem Nachtisch im Schlafzimmer. Er hat auch ein kleines Kissen für sein Köpfchen. Und im Winter bekommt er ein Deckchen. Sie hat sogar extra eine Matratze für das Hundebett gekauft. Eine Kaltschaummatratze. Die hätten sie und ihr Mann auch. Eine Kaltschaummatratze wäre auch für Pitti am besten. Sie hätte den Verkäufer gefragt. Ich wollte erst fragen, welcher Laden den „die Kaltschaummatratze für den Hund“ führt, aber das konnte ich mir gerade noch verkneifen. Sie hatte natürlich auch ein Foto dabei – von Pitti im Bettchen liegend.

Ich bin nur froh, dass Pitti aber im Garten Hund sein darf. Da tobt der Kleine auf dem mit der Nagelschere gekürzten Rasen mit seinem Ball rum und freut sich des Lebens. Und ab und an huscht er durch die Lücke im Zaun zu uns rüber und spielt mit unserer Hündin auf nur gemähter Wiese.

Eigentlich sind unsere Nachbarn echt nett. Auch wenn Frau Nachbarin betreffend Pitti manchmal ein sehr seltsam zu sein scheint. Und wann immer ich jetzt Prospekte sehe, wo Matratzen angeboten werden, muss ich grinsen und bin doch froh, dass unser Hund mit seinem schlichten Körbchen ohne Kaltschaummatratze glücklich ist.

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Outlet

Montag, den 25. August 2008

Jeden Tag fahre ich an diesem Outlet vorbei, wo Matratzen zum supergünstigen Preis angeboten werden. Da werden Preisnachlässe von bis zu 70 Prozent angeboten. Und sogar eine für 20 Euro stand schon vorm Laden. Wohl das Schnäppchen der Woche. Und da ich eigentlich eine neue Matratze brauchen würde, habe ich mal im www nach dem Laden gesucht. Und ich habe nicht schlecht gestaunt, was es so alles gibt.

Ich habe viel gelesen und mich für eine Taschenfederkernmatratze entschieden. Die schien für mich die beste zu sein. Alle positiven Eigenschaften wie die hohe Punktelastizität und der hohe Feuchtigkeitstransport überwiegen gegen die Nachteile. Denn einen verstellbaren Lattenrost habe ich nicht. Und da ich auf dem Bauch liege, wäre ein verstellbarer Lattenrost keine gute Idee.

Also bin ich ab in diesen Matratzendiscounter. Das war das erste und das letzte Mal in meinem Leben. Der Verkäufer dort wollte mir nur unbedingt was aufschwatzen, seine Angebote loswerden etc. Von Beratung keine Spur. Als ich ihn frage, wieso denn diese da und jene dort besser wären als eine Taschenfederkernmatratze, bekam ich nicht wirklich antworten. Genau so wenig hat er mir eine Taschenfederkernmatratze gezeigt, als ich danach fragte, sondern nur auf Angebot A und Angebot B hingewiesen. Ich glaube, er wollte einfach nicht zugeben, dass er entweder keine Lust hatte und mich schnell wieder loswerden wollte oder schlicht keine Ahnung hatte.

Jetzt habe ich meine Taschenfederkernmatratze online gekauft. Mit guter Beratung am Telefon und per Mail. Da habe ich mich wesentlich besser aufgehoben gefühlt. Mir wurden viele Fragen gestellt, so dass der nette Herr am Telefon und ich bestimmt die für mich perfekte Taschenfederkernmatratze gefunden haben. So bekomme ich nächste Woche bestimmt keinen Ladenhüter geliefert.

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Das neue Heimkino

Montag, den 25. August 2008

Wenn es um Ideen geht, dann habe ich oft welche und eine ganze Menge davon. Ob sich alles umsetzten lässt und ob ich das überhaupt will? Das ist wahrlich eine ganz andere Sache. Aber mit dem „persönlichen Heimkino“ habe ich es gewagt, und eine in die Tat umgesetzt. Klar, als Frau brauchte ich ein wenig männliche Unterstützung. Trotzdem habe ich mich gut geschlagen. Es ist ja nicht, dass ich nicht mit Hammer oder Bohrmaschine umgehen könnte. Aber ein paar handwerkliche Hilfe im Punkte „wie mache ich es, dass es hält“ brauchte ich schon.

Immerhin ging es darum, erst mal eine Bank  zu bauen, die an der Wand steht und dazu passende Hocker, die alleine stehen, gerollt werden können, aber auch an der Bank festgemacht werden können. Also war ich im Baumarkt, habe Holz und nötige Kleinteile gekauft und mir erklären lassen, wie ich das am besten mache. Dazu noch Hilfe von meinem besten Kumpel und die Bank ist jetzt fertig. Sieht wirklich toll aus. Und ist so schmal, dass sie wenig Platz wegnimmt. Und in den Hockern habe ich nun sogar Stauplatz für alle möglichen Dinge. Wenn sie aber an der Bank stehen, kann man super drauf zum Filme gucken relaxen. Nur noch ein wenig unbequem war es soweit.

Deswegen bin ich dann auch ins Matratzengeschäft und habe Kaltschaummatratzen gekauft.
Und wenn sie nicht zum Einsatz kommen, kann ich sie gut hinter der Bank verstecken. (Danke, dass Kaltschaummatratzen so leicht sind.) Das Problem Gemütlichkeit ist damit auch gelöst. Nur die Optik stimmt noch nicht. Da muss ich noch Bezüge für die Kaltschaummatratzen haben. Die werde ich wohl selber nähen. Inkl. passender Kissenbezüge. Bis dahin habe ich eine Tagesdecke dafür vorgesehen.

Dem perfekten Heimkino-Spass steht jetzt nichts mehr im Weg. Sogar eine Popcornmaschine habe ich mir besorgt. Und der große Fernseher war ja ein Geschenk zum Geburtstag. Da freue ich mich schon darauf, am Wochenende viele Filme auszuleihen. Und das beste ist, wer immer übernachten mag – Schlafgelegenheiten habe ich nun auch dank Kaltschaummatratzen 2 – 3 mehr.

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Wenn sich Nachwuchs ankündigt

Montag, den 25. August 2008

Meine Schwester erwartet ihr erstes Baby. Da ist die Freude in der Familie groß. Ganz abgesehen davon, dass meine Schwester und mein Schwager jetzt jede Minute grinsen wie Honigkuchenpferde. Und je mehr Bauch sie bekommt, desto mehr wird gestrahlt und der Bauch alle Nase lang getätschelt.

Ich freu mich für die beiden und auf das Shopping für meine Nichte oder meinen Neffen. Das Kinderzimmer ist schon gestrichen worden und es wurde sich einstimmig für Eichenholzmöbel entschieden. Die Kleinigkeiten, die später in blau oder rosa gekauft und dekoriert werden, die darf ich als Tante dann „5 Minuten vorher“ besorgen.

Der einzige Wehrmutstropfen sind die Verwandten und Freunde, die es jetzt nicht bleiben lassen könne, ihre „Altlasten“ von Strampelanzügen über Babydecken, Hochstühlen und anderen Dingen anzuprangern, um sie loszuwerden. Das soll jetzt nicht snobistisch klingen. Nur die Schwester meines Schwagers wollte den beiden doch unbedingt ihr altes Kinderbett aufschwatzen. Ihre Kleine ist rausgewachsen und da bietet sich das doch an. Geschenkt natürlich. Dieses schöne weiße Bett inkl. der Matratze. Gruselig. Nicht nur das weiße Bett, sondern besonders die Matratze. Da hat die Kleine schon eine Weile drauf gelegen und geschlafen. Abgesehen von den Unfällen, die eben manchmal passieren, ist die Matratze eben nicht mehr neu. Gesund kann das nicht sein. Die Matratze ist auch und gerade auch bei Kindern und Babys wichtig. Immerhin befinden die sich im ständigen Wachstum und verbringen wahnsinnig viel Zeit im Liegen und mit Schlafen. Ich bin wirklich heilfroh, dass mein Schwager ein Machtwort gesprochen hat. Jetzt mault seine Schwester zwar, aber das gibt sich wieder. Spätestens wenn das Baby geboren ist. Und ich hoffe von ganzem Herzen, dass bei der geplante Babyparty keine alten Stofftiere vererbt werden.

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Neulich im Möbelhaus

Freitag, den 15. August 2008

Als ich mit meiner Freundin am Freitag morgen zusammen beim Frühstück saß, kam uns spontan die Idee, mal zum Stöbern in das neue Möbelhaus zu fahren, das vor einigen Tagen eröffnet hat. Also haben wir uns auf den Weg gemacht und uns köstlich darüber amüsiert, dass wir sicher wieder mit lauter Schnick-Schnack nach Hause kommen, den wir eigentlich nicht brauchen.

Im Möbelhaus angekommen sind wir also durch die Etagen und Abteilungen gestöbert. Und es haben sich neue Bilderrahmen in unserem Einkaufswagen gefunden, eine wirklich tolle Blumenvase, neue Tischdecken, die wir unbedingt haben mussten und neue Bettwäsche. Am liebsten hätte ich auch noch diesen wirklich tollen Schuhschrank gekauft. Aber der hätte wohl kaum in ihren Mini gepasst.

Auf dem Weg zur Cafeteria sind wir an der Bettenabteilung vorbeigekommen. Und albern, wie wir sein können, haben wir angefangen, uns in einige Betten einfach mal reinzulegen. Als erstes ab in das Wasserbett. Und es liegt sich wirklich super darin. Und klar, dass wir nicht lange von einem Verkäufer verschont waren. Also haben wir uns die Vorzüge der Wasserbetten anhören dürfen. Natürlich hat er auch nicht, die aller anderer Matratzen verschwiegen, die es so gibt. Leider konnten wir nicht alle ausprobieren, aber nun wissen wir, was Taschenfederkernmatratzen sind, Kaltschaummatratzen, Latexmatratzen, warum wir keinen Futon kaufen sollten (seiner Meinung nach) und wieso Matratzen so wichtig sind.

Endlich in der Cafeteria angekommen, waren wir schon froh, den guten Mann endlich los zu sein. Er war doch sehr übereifrig dabei. Aber wir wussten beide nicht, dass es so viele verschiedene Matratzen gibt und man beim Kauf so viel beachten kann und muss. Und ein Neukauf alle 8 Jahre – da werden wir uns beide bald noch genauer mit dem Thema Matratzen auseinandersetzen müssen.

Auf dem Weg zur Kasse dann sind wir noch an diesen tollen Windlichtern vorbei, von denen natürlich auch welche im Einkaufswagen gelandet sind. Und um den Tag perfekt abzuschließen, waren wir dann noch beim Chinesen essen.

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Wellnesshotel

Freitag, den 15. August 2008

Endlich waren wir da. Durch die Aufregung kam mir die Fahrt viel länger vor, als sie in Wirklichkeit war. Aber die Fahrt hat sich gelohnt. Schon von außen sah das Hotel einfach Traumhaft aus. Noch nie wurden mir die Koffer aus dem Auto geholt und das Auto geparkt. Ich fühlte mich wie im Traum. Drin war alles mit Gold verziert. Fast schon ein bisschen zu viel Prunk für meinen Geschmack. Das Gepäck wurde auf die Zimmer gebracht und uns wurde mitgeteilt, dass wir unsere erste Anwendung schon in einer Stunde hätten. Beim betreten des Zimmers traf mich fast der Schlag. Der größte Teil des Zimmers wurde von einem riesigen Himmelbett eingenommen. Im Bad war sogar ein Whirlpool. Wir machten uns kurz frisch und dann schnell zur Massage. So ging es den Tag weiter nur verwöhnen. Selbst das Mittag- und Abendessen war eine Verwöhnung für den Gaumen. Es gab kaltes und warmes Büffet und man wusste gar nicht was man zu erst essen sollte. Herrlich grausam. Nach einem ausgiebigen Bad machte ich mich frisch für den Abend und zog ein Kleid an. Es gab noch ein wenig Tanz. Irgendwie fühlte ich mich schon wie in einer anderen Welt. Die ganzen Alltagssorgen waren vergessen. Der Stress auf der Arbeit und im Privaten war weggeblasen. Es war einfach nur schön hier. Nach einem netten Abend und einer fast durchtanzten Nacht, freute ich mich auf das große Himmelbett, aber da gab es dann noch eine Überraschung. Als ich mich voller Elan und Vorfreude und mit richtig viel Schwung aufs Bett warf, gab die Matratze sanft unter mir nach. Ich konnte es nicht glauben, es war ein Wasserbett. Da schlief ich doch gleich doppelt so gut.

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Wellnessvorbereitung

Freitag, den 15. August 2008

Mit großen Augen schaute ich noch mal auf die Karte. Es war ein Gutschein für ein Wellnesswochenende, den ich in den Händen hielt. Alle hatten zusammengelegt und meine beste Freundin würde mit kommen. Ein Wochenende nur verwöhnen lassen und Weibertratsch. Herrlich. Die letzten Sachen mussten noch in den Koffer. Langsam fragte ich mich, ob eine Tasche nicht auch gereicht hätte, aber man konnte ja nie wissen. Außerdem hatte ich eh immer Schwierigkeiten zu entscheiden was ich anziehe und dann gleich zwei Tage im Voraus. Das ging nun wirklich nicht. Noch ein paar Schuhe in den Koffer ( zu den anderen drei Paar) und dann den Koffer zu. Ungeduldig ging ich in der Wohnung auf und ab und wartete darauf das meine Freundin unten hupen würde, aber der Blick auf die Uhr sagte mir, dass ich noch zwanzig Minuten Zeit hatte. Doch was sollte ich noch machen? Ich ließ mich auf mein Wasserbett fallen und die Matratze bewegte sich sanft unter mir. Ich freute mich schon so richtig. Einfach mal entspannen und den Alltag vergessen. Ein Tapetenwechsel war genau das was ich jetzt gebrauchen konnte. Ich stand wieder auf und räumte noch ein wenig hier und da was weg. Dann hörte ich endlich das ersehnte hupen. Schnell lief ich zum Fenster und winkte ihr zu, dann zog ich die Jacke an, schnappte den Koffer und den Schlüssel und zog die Tür hinter mir ins Schloss, nur um sie gleich wieder aufzuschließen, denn ich hatte meine Handtasche vergessen. Meine Freundin stand am Auto und nahm mich in die Arme. Es war herrliches Wetter und wir führen gut gelaunt unserem freien Wochenende entgegen.

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Was für ein Tag

Donnerstag, den 14. August 2008

Ich lag in der Badewanne und versuchte mich zu entspannen. Was für ein Tag. So machte das Leben echt kein Spaß. Es war alle schief gegangen was schief gehen konnte. Ich ließ den Tag noch mal Revue passieren. Erst hatte ich verschlafen. Die Kinder somit auch. Natürlich hatten die kein Verständnis für die Hektik, die ich machte. Dann kleckerten sich die kleine beim Frühstück und der Große sich beim Zähneputzen voll. Also beide wieder umziehen. Blick zu Uhr. Schnell die Kundin angerufen, es wird eine halbe Stunde später. Puh, jetzt hatte ich etwas Luft. Schnell die Kinder in Kindergarten gebracht und weiter. Mittags hat das Telefon geklingelt, während ich am Essen machen war, was zu Folge hatte, dass der Milchreis angebrannt ist. Na ja, dann gab es halt Nudeln. Durch das doppelte Essen kochen, waren wir aber schon wieder spät dran. Ich hab dann die beiden jeder zu ihrem Sport gefahren und bin dann selber zum Pferd. Reiten würde ich nicht schaffen, aber wenigsten auf die Weide stellen und ein bisschen putzen. Mein Hengst merkte aber meine Hektik und hatte sich dann wohl gedacht, dass ihm das nicht behagt und ist dann schon mal alleine los. Natürlich mit der Hengstkette auf der Nase, so dass ich mir jetzt auch noch richtig Sorgen machte. Natürlich stand er gaaaaanz hinten. Und irgendwie hatte ich das Gefühl er grinste mich an, als wollte er mir sagen, so ein Gewaltmarsch beruhigt das Gemüht. Ihm war nichts passiert und so musste ich lachen.
Ich stieg aus der Wanne und ging ins Schlafzimmer. Langsam und Steif ließ ich mich auf Bett sinken. Die Federkernmatratze gab unter mir nach und der Lattenrost quietschte. Ich wollte einfach nur noch schlafen.

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So ein Satansbraten

Donnerstag, den 14. August 2008

Da hopste sie nun in ihrem Bett herum und strapazierte Lattenrost und Matratze. Mit langen blonden Haaren und riesigen blauen Augen. Ihr rosa Nachthemd reichte ihr bis zu den Knien und umspielte ihren kleinen Körper. Eigentlich war sie hundemüde, nur zugegeben hätte sie es unter gar keinen Umständen. Eine „Gute-Nacht-Geschichte“ musste noch her. Nur welche? Der kleine Satansbraten zog diese Entscheidung immer mehr in die Länge, egal welches Buch ich auch vorschlug. Nach langem Hin und Her hatten wir nur das passende Buch gefunden. Glücklich lächelnd lag sie auf ihrem Kissen und kuschelte mit ihrem Tier. Irgendetwas erregte ihre Aufmerksamkeit, das Buch war es jedenfalls nicht! Schon war sie aus dem Bett heraus und lief zum Fenster. Es hatte zu regnen angefangen und die Tropfen schlugen gegen die Scheibe. Blitze zuckten am Himmel und der Donner grollte. Fasziniert starte sie nach draußen. Nun musste ich ihr erklären wo der Regen, der Blitz und der Donner herkamen. Wie erklärt man dies bloß einem kleinen Kind. Also erfand ich eine Geschichte über den lieben Gott, der nun langsam traurig wurde, dass sie immer noch nicht schlief. Schließlich hätte er auf noch mehr kleine Kinder aufzupassen und nicht nur auf sie. Und er wäre erst beruhigt, wenn sie schön artig in ihrem Bett liegen würde und schlafen würde. Ich konnte förmlich sehen, dass sie über das Gesagte nachdachte, wie ihr kleines Gehirn arbeitete. Sie guckte mich an und dann kam es: „Du, Oma, wieso regnet es denn auch wenn es hell ist und ich gar nicht schlafen gehen muss? Oma! Du weißt gar nicht woher der Donner und der Blitz kommt!“ Recht hatte sie! Irgendwie schaffte ich es doch diesen kleinen Satansbraten ins Bett zubekommen und ihn zum Schlafen zu bewegen. Ganz verloren sah sie in ihrem großen Bett aus, aber doch auch wie ein Engel.

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