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Lattenrost und Matratzen BLOG » Texte von dritten

Archiv der Kategorie ‘Texte von dritten‘

Wir ziehen zusammen!

Donnerstag, den 30. September 2010

Seit unserer Jugendzeit kennen wir uns! Er war der Bruder, den ich nie hatte. Jeden Tag streiften wir durch die Büsche und machten unseren Nachbarn das Leben schwer. Irgendwelchen Blödsinn hatten wir immer im Kopf. In der Zeit der ersten großen Liebe verloren wir uns aus den Augen. Eines Tages klingelte es an der Tür. Da stand er, groß und breit und grinste mich bloß an. Ohne ein Wort zu sagen hielt ich ihm die Tür auf und er kam rein. Lange haben wir in dieser Nacht noch geredet. Über die letzten Jahre, was hast du gemacht, wo bist du gewesen. wie ist es dir ergangen. Vieles wusste er, von so genannten guten Freunden. Von da an sahen wir uns öfter, später täglich. Eines Tages, wir waren jetzt mehr als nur Freunde, stellte er mir die Frage aller Fragen. Mein Herz setzte für einen kurzen Moment komplett aus, um dann in unregelmäßigen Abständen weiter zuschlagen. Ich war zwiespältig ob meiner Antwort. Wir harmonieren hervorragend, lachen über die selben Dingen, gucken die selben Filme und haben den gleichen Musikgeschmack. Aber! Für immer und ewig mit einem Partner zusammen zu sein, würde dies gut gehen? Was ist, wenn die Liebe stirbt. Bleibt dann immer noch genug Harmonie, Freundschaft und gegenseitige Achtung übrig? Wir kennen uns doch schon so lange, also war meine Antwort: JA!
Nun hieß es eine gemeinsame Wohnung zu finden und diese auch noch gemeinsam einzurichten. Ihm gefielen leider ganz andere Einrichtungsgegenstände als mir. Also hieß es einen Kompromiss zu finden. Das Wohnzimmer richtete ich ein, das Schlafzimmer er. Die Küche wieder ich, das Bad wieder er. Leider hat mein Freund auch andere Maßstäbe beim Möbelkauf, was die Qualität angeht. Gerade beim Schlafzimmer weiß doch jeder, wie wichtig Lattenrost und Matratzen sind. Auch die Bettdecken und die Kopfkissen sind immens wichtig. Sagt doch schon der Volksmund: wie man sich betten, so liegt man. Bei den Matratzen war ich allerdings nicht bereit einen Kompromiss einzugehen. Hier habe ich mich durchgesetzt!

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Ein Bett und ein Eheversprechen

Donnerstag, den 30. September 2010

Als meine Frau und ich unsere rosarote Zeit hatten, gab es zwischen uns immer so etwas wie einen Running Gag. Auf irgendeiner Abbildung in einer Glamour-Zeitschrift räkelte sich ein Model auf einem riesengroßen, kreisrunden, weißen Bett. Mit den vielen Kissen und dem weißen Vorhängen sah das ganze Ambiente so toll aus, dass meine Frau spontan sagte: „Wenn Du mir jemals einen Antrag machen willst, dann tu das in einem solchen Bett bei Kerzenschein, Musik und Wein“. Fortan, wenn das Thema Ehe zur Sprache kam, war dieses Bett immer in irgendeiner Weise in das Gespräch mit eingeflossen. So zum Beispiel „Ach, Du suchst nach Ringen? Hast Du etwas das Bett schon gekauft?“ oder „Ach, meine Eltern haben Dir das Du angeboten? Lagern sie etwa das Bett für Dich zwischen?“. Mit der Aussage war sie gar nicht allzu weit von der Wahrheit entfernt. Tatsächlich hatten mein Schwiegervater in Spe und ich uns schon Gedanken gemacht, wie wir ein normales Doppelbett in ein rundes Bett verwandeln. Die Planungen waren also voll im Lauf und recht altmodisch, hatte ich sogar erst das Einverständnis des Vaters ergattert. Eines Tages war es dann soweit: Wir hatten ein Kreisrundes Bettgestell gebaut, in dessen Mitte wir die Lattenroste und Matratzen einlassen konnten. Die Erweiterungen haben wir mit Schaumstoffen verkleidet und darauf weichen flauschigen Stoff gezogen. Wir tüftelten den Plan aus, das der Tag X an einem Wochenende war, an dem mein Schatz wieder einmal Freundinnen-Treffen hatte. Alles war also vorbereitet: Das alte Bett raus, die alte Matratze und das Lattenrost wurden entsorgt und das neue Bett kam an seinen Platz. Beim Aufstellen der Kerzen hat mir Schwiegermama noch geholfen. Am Sonntagabend erwatete ich dann meine Zukünftige im Smoking vor dem in Kerzenlicht getauchten Bett. Aber anstatt die Frage auszusprechen, reichte ich ihr wortlos Ihr Glas und wartete. Ein halbe Ewigkeit und eine Träne später, hörte ich nur das lang ersehnt „Ja“. Das Bett haben wir heute nach zehn Jahren noch, auch wenn Lattenrost und Matratze schon erneuert worden sind.

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Ein fauler Tag

Montag, den 28. September 2009

Gähnend streckte ich mich im Bett aus. Ich hatte so gut geschlafen wie lange nicht mehr. 10 Stunden am Stück. Noch ein bisschen schläfrig, drehte ich mich auf meiner Matratze und dem alters schwachen Lattenrost zur Seite und kuschelte mich noch mal richtig ein. Das schönste am Kinderfreien Wochenende ist das ausschlafen und einfach noch liegen bleiben und weiter dösen. Das zweitschönste ist lesen im Bett. Ich überlegte. Die Augen waren noch so schwer und ich hatte noch den Nebel des Schlafes im Kopf. Langsam, aber nur ganz langsam wich der Nebel und mir vielen die letzten Zeilen meines Buches wieder ein, die ich gestern Abend noch gelesen hatte. Schlagartig war ich hellwach und die Augen gingen auch ganz leicht auf. Schnell noch zum Kühlschrank gerannt und die Schokolade geholt. Und einem Protest Gestöhne meines Bettgestells, warf ich mich auf die Matratze. Dann kuschelte ich mich richtig ein, legte die Kissen höher und machte das Licht an. Draußen war es zwar schon hell und ich hätte auch einfach das Rollo öffnen können, aber das wäre nicht so gemütlich gewesen, außerdem musste man das Wetter nicht unbedingt sehen, war eh nur grau in grau. Mein Buch war so spannend, dass ich fast das Telefon überhörte. Meine Mutter teilte mir mit dass schon nach Mittag war und ob ich nicht zum Kaffee kommen möchte. Sie hätte auch einen Kuchen gebacken. Nach einem Blick auf das Regenwetter lehnte ich dankend ab. Ich hatte nun wirklich keine Lust da raus zu gehen. Also ging ich wieder zu meinem Buch ins Bett. So ein fauler Tag war doch echt was schönes.

Umweltbewusssein

Mittwoch, den 13. Mai 2009

Ich bin sicher auch umweltbewusst. Zumindest denke ich das von mir. Sicher sind viele noch besser als ich, aber ich achte soweit als möglich schon drauf, mich umweltbewusst zu verhalten. Keine Plastiktüten kaufen sondern mit Stoffbeutel einkaufen gehen, den Wasserhahn beim Zähneputzen abstellen und andere Kleinigkeiten. Dazu gehört es auch, so wenig Müll wie möglich zu produzieren und ich achte darauf, dass Produkte recyclebar sind. Und kurze Strecken gehe ich auch mal zu Fuß oder fahre mit dem Fahrrad.

Aber am Wochenende bei einem Ausflug habe ich mal mitbekommen, was recyceln noch bedeuten kann. Ein älterer Herr hat sich seine Matratze selber hergestellt. Okay, mit denen, die man heute so kaufen kann, ist die sicher kein Vergleich, aber ich war trotzdem echt beeindruckt. Er hat Stoffreste genommen und zusammengenäht. Das hat er dann mit getrocknetem Gras gefüllt und das war dann der Innenteil der Matratze. Darauf kamen alten Kissen, die er mit einer Art Verpackungsmaterial fest um den Kern seiner Matratze gewickelt hat. Dann hat er das mit Stoffresten umwickelt und dann kamen 2 Wolldecken drüber, die fixiert wurden. Darüber zieht er dann das Spannbettlaken habe ich mir sagen lassen. Das allerdings ist gekauft.

Okay, ich muss wohl dazu schreiben, dass er diese Matratze nur am Wochenende benutzt, wenn er im Wald im Zelt schläft, dass er auf ähnliche Weise hergestellt hat. Ich fand es trotzdem beeindruckend. Übrigens ist er an Wochentagen ein ganz normaler Mensch mit einem ganz normalen Bett, wie er mir erzählte. Aber am Wochenende will er Abstand von all dem Berufsstress und genießt es, so im Wald zu leben. Ob er das allerdings auch im Winter macht, das habe ich nicht mehr in Erfahrung bringen können. Aber vielleicht treffe ich ihn ja auf dem nächsten Ausflug wieder. Mal sehen, was er dann anstelle der Matratze herstellt.

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Picknick im Freien

Mittwoch, den 8. April 2009

Das Wetter war super. Sonnenschein 25°C. Wir waren mit dem Fahrrad unterwegs zum Picknick. Ich hatte das noch nie gemacht und war gespannt, denn schließlich war ich ja der totale Angsthase, was Krabbeltiere anbelangte. Ich fand nichts schlimmer als irgend so ein kleines Tier, was über mich rüber krabbelte und draußen essen bedeutete ja fast sie noch anzuziehen. Allerdings hatten wir nichts Süßes im Korb und das beruhigte mich etwas. Nach zwei Stunden Fahrrad fahren, waren wir hungrig und durstig und suchten uns ein passendes Plätzchen. Wir fanden es auf einer Wiese unter einem Baum, direkt aus dem Kitschroman entstiegen, aber schließlich soll es doch auch genau so sein. Nach dem wir die Decke ausgebreitet hatten, packten wir den Korb aus. Ich leerte meinen Becher in einem Zug. Nach der Anstrengung war ich echt erschlagen und ich lehnte mich zufrieden an den Baum und aß meinen Kartoffelsalat und die Würstchen und danach noch ein schönes Stück Wassermelone.
Entgegen meiner Erwartungen wurden wir von irgendwelchen Zwischenfällen mit Krabbelkäfern verschont und ich konnte es so richtig genießen. Doch so langsam mussten wir uns auch wieder auf den Rückweg machen, denn wir hatten ja die gleiche Strecke noch mal vor uns, allerdings fuhren wir diesmal einen anderen Weg. Auf diesem fuhren wir an einem Kornfeld vorbei und ich musste an das allzu bekannte Lied denken. Ich fragte mich, ob es im Kornfeld wirklich gemütlich war. Ich hielt an und probierte es tatsächlich aus. Ich legte mich hin. Gemütlich war es nicht und während ich mich so umsah, entdeckte ich eine dicke, fette Spinne neben mir. Mit einem Aufschrei war ich wieder auf den Beinen und raus aus dem Feld. Also ehrlich, da ist mir mein Bett mit meiner weichen Matratze und dem verstellbaren Lattenrost doch viel lieber.

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Spiele-Sonntag mit der Familie

Samstag, den 13. Dezember 2008

Meine Familie ist ein absoluter Fan von unseren Spiele-Sonntagen. Und im Moment ist Pantomine der absolute Renner bei uns. Also das erraten von Begriffen. Meist bilden mein Mann und unsere Tochter ein Team und ich und unser Sohn. Und manchmal, wenn noch Freunde von ihnen dabei sind, teilen die sich auf. Das mag eigentlich aus der Mode gekommen sein, wo Computerspiele ja so „in“ sind. Daher freut es mich doppelt, das sogar die Freunde unserer Kinder wirklich Spass dran haben.

Den Knaller hat mein Mann an diesem  Sonntag gebracht. Er hat doch meinem den Begriff Taschenfederkernmatratze aufs Auge gedrückt. Sag mir einer, wie man den Begriff darstellen soll. Meine Sohn gab sich echt Mühe, aber auf Taschenfederkernmatratze bin ich beim besten Willen nicht gekommen.

Mein Mann und meine Tochter haben sich köstlich amüsiert. Die beiden Halunken. Als die Zeit abgelaufen war und die beiden mir lachend die Lösung präsentieren, wusste ich schon, wo der Begriff Taschenfederkernmatratze herkam. Wir sind gerade dabei, uns ein neues Schlafzimmer zu kaufen. Natürlich hatten wir uns da auch schlau gemacht, was denn so im Handel erhältlich ist an Matratzen. Und gerade für die Taschenfederkernmatratzen Malie Smaragd medicott hatten wir uns nicht entschieden, da wir verstellbare Lattenroste haben wollen. Aber zurück zum Thema.
Unsere Spielesonntage sind wirklich einfach schön und wir alle genießen sie sehr. Natürlich beschränken wir uns nicht auf Pantomine. Auch Badminton oder Tischtennis spielen wir viel, wenn es das Wetter zulässt, spielen Karten.

Und ich bemerke oft, wie sehr die Freunde unserer Kinder es genießen, sonntags bei uns zu sein und auch mit uns gemeinsam zu Mittag zu essen. Leider scheint das in der heutigen Zeit wenig geworden zu sein, dass eine Familie viel Zeit zusammen verbringt. Wir haben jedenfalls eine Menge Spaß dabei und ich kann jedem nur empfehlen, dass auch zu tun. Es muss ja nicht mit Pantomine und der Taschenfederkernmatratze sein.

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Die Abschlussfeier

Samstag, den 20. September 2008

Ich hatte es geschafft endlich bestanden. Die ganze Büffelei war endgültig vorbei. Puh, war zwar in Deutsch ganz schön knapp an der mündlichen Prüfung vorbei zukommen, aber auch das hab ich hin bekommen. Eben gab es die Abschlusszeugnisse vor der ganzen Abschlussstufe und den Eltern. Wie Stolz meine Eltern sind. Meine Mutter strahlt übers ganze Gesicht. Gestern habe ich mich noch vor Nervosität auf der Matratze hin und her gewälzt. Ich dachte daran was heute alles schief gehen kann. Was wenn ich beim auf die Bühne gehen mit den hohen Schuhen umknicke und hin falle? Aber es ist alles gut gegangen und gleich gibt es noch was zu Essen und dann wird getanzt. Allerdings habe ich noch ein wenig Bammel vor der Aufführung gleich, aber Lampenfieber ist normal und es wird schon alles gut gehen. Die Schritte kann ich und es sind ja auch nur zwei Lieder um die Tanzstimmung anzuheizen. Bin mal gespannt wie lange das geht. Die Eltern seilen sich irgendwann ab. Meine Mutter holt mich aber nach der Feier wieder ab, egal wie spät es ist hat sie gesagt. Manchmal kann sie ein richtiger Schatz sein. Das Essen roch schon herrlich. Das tanzen musste danach auch sein, sonst wird das Kleid zu eng. Ich glaube heute Abend werde ich das erste Mal seit langer Zeit wieder völlig gelöst ins Bett fallen. Ich hatte jetzt einen Monat Ferien vor mir, bevor die Ausbildung beginnt. In ein paar Tagen würde ich in Urlaub fliegen. Das Leben kann so schön sein.

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Der Traum vom Wasserbett

Samstag, den 20. September 2008

Endlich waren die Spediteure da. Endlich war es soweit. Lange hatte ich auf diesen Augenblick gewartet. Die Kartons die sie in meine Wohnung schleppten bedeuteten nie wieder Rückenschmerzen und steife Muskeln. Lange schon hatte ich dafür gespart. Das ersehnte Wasserbett war da. Nie hätte ich daran gedacht mir eins zu kaufen und auch nicht geglaubt, dass es so viel bringt, bis ich letzten Winter bei Freunden, die Katzen eingehütet habe. Meine Freundin zeigte mir, wie man die Heizung bedient. Schon ab der ersten Nacht war ich begeistert. Ich hatte noch lange ferngesehen und hatte super kalte Füße, dann ging ich nach oben und das Bett war schon warm. Ich lag nicht noch eine halbe Stunde wach, bis ich mich endlich aufgewärmt hatte, nein, ich schlief sofort ein. Morgens ist mir erst gar nicht aufgefallen, dass ich keine Rückenschmerzen hatte. Die gehörten schon so zu mir, dass ich sie gar nicht mehr war nahm. Doch als ich mich dann nach den Katzennäpfen bückte und das mit der gewohnten Vorsicht, wurde ich stutzig. Ich bewegte und bog meinen Rücken in jede erdenkliche Richtung, aber es tat nichts weh. Na ja, dachte ich bei mir, erstmal sehen was die zweite Nacht bringt, aber am nächsten morgen war es genauso. Das schöne war zusätzlich konnte ich mit offenem Fenster schlafen, weil mir in dem warmen Bett nicht kalt wurde und so schlief ich tiefer und fester als sonst. Ich war am nächsten Tag wesentlich ausgeruhter und fiter. Ab dem Zeitpunkt stand für mich fest, das wollte ich auch und sparte fleissig und nun endlich war es da.

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Alte Freunde

Mittwoch, den 17. September 2008

Erschöpft vom Tag ließ ich mich aufs Bett fallen. Die Federkernmatratze gab etwas unter mir nach und Lattenrost und Bettgestellt knarrten, als ich mich in eine gemütliche Position legte. Spät war es geworden. Ich fand es merkwürdig wie die Leute sich doch im Laufe der Zeit veränderten. Ich hatte mich nach langer Zeit mit einem Bekannten von früher getroffen und erschrocken. Früher hatte er viel Sport gemacht und so sah er damals auch aus, doch heute. Er hatte ja schon erzählt dass er weniger Sport gemacht hatte, in der letzten Zeit, aber ich denke eher er hat gar nichts mehr gemacht. Jedenfalls war er das Dreifache von früher. Okay, ich sah ja nun auch nicht mehr so aus wie damals. Der Zahn der Zeit zieht an uns allen. Wir waren früher nur befreundet gewesen, das war auch der Grund warum ich mich mit ihm getroffen habe. Leider machte er jetzt nicht wirklich den Eindruck, als würde er nur an einer Freundschaft interessiert sein. Während des Abends rückte er ständig ein Stück näher und schüttet mir sein Herz aus, wie gemein seine Ex – Freundin doch zu ihm gewesen ist. Eigentlich wollte ich ihn nur loswerden. Warum bin ich bloß auf die Idee gekommen ihn zu mir einzuladen. Das konnte ja nur schief gehen. Ich bin dann ja auch nicht der Typ, der jemanden einfach vor die Tür setzen kann, ab halb zehn fing ich an Müdigkeit vorzutäuschen um halb elf war sie dann so echt, dass er gehen musste, wenn er nicht unhöflich wirken wollte. Das eben auch gleich noch ne SMS kam bestätigte meinen Verdacht, aber das könnte ich morgen klären. Jetzt wollte ich nur noch schlafen.

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Das etwas andere Wasserbett

Mittwoch, den 17. September 2008

Für meine Frau und  mich ist unser Schrebergarten so ziemlich das Größte. Rückzugspunkt, Hobby, Urlaubsland und ein schöner Anblick zugleich. Alles was wir in unsere Wohnung nicht mehr brauchen wird in dieser Mini-Zweitwohnung sozusagen recycelt. Auch der Billige Unterbau unseres Wasserbettes, der übrigens das Wasser im Notfall hätte auffangen sollen, wurde in die Laube gebracht. Allerdings wollten wir im Garten kein richtiges Wasserbett aufbauen, wegen der Kosten und so. Also baute ich kurzerhand einen neuen Latterost in das Gestell ein. Obendrauf kam dann eine große Matratze. Alles natürlich entsprechend günstig, denn für schlafen kann man im Garten eigentlich nur im Sommer und im frühen Herbst. Mit schmunzeln erinnere ich mich noch genau an diesen Abend letzten Sommer: Fast eine Woche lang hatte es ende Sommer geregnet. Die Überschwemmungen im Umland wurden ja auch im Fernsehen gezeigt. In dieser Woche konnten wir also auch nicht in den Garten, denn wir hatten genug damit zu tun, das Wasser aus dem Keller zu pumpen. Unseren Nachbarn, die auch einen Platz auf der Schreber-Anlage haben, erging es nicht anders. Als wir dann endlich wieder Sonnenschein hatten und die gröbsten Schäden beseitigt waren beschlossen wir uns einen Tag Erholung zu gönnen und ließen es bei unseren Nachbarn im Schrebergarten bei einigen Bieren am Grill so richtig Knallen. Die Anlage steht höher als unser Ort und blieb also verschont. Einzig die Blumenbete mussten leiden. Also, nachdem wir so gefeiert hatten gingen Elke und ich zu unserem Garten rüber. Etwas lustiger vom Bier und etwas übermütig weil uns all die anstrengenden Tag doch ausgelaugt hatten und wir uns so langsam entspannten. Da die Laube aus Holz besteht und wegen unseres Übermutes, beachtete ich den muffigen Geruch erst gar nicht, weil das nach regnerischen Tagen eigentlich immer der Fall war. Wie zwei Teeanger tanzten wir eng umschlungen hinüber zu unserem Bett und ließen uns immer noch umarmt so richtig hineinplumpsen. Ein paar Sekunden drauf waren wir beide schlagartig nüchtern, denn wir fielen in einen kleinen See, der sich in dem Bettgestell und in der Matratze gesammelt hatte. Wir waren von oben bis unten klitschnass. Der Sturm und der viele Regen hatten ein paar Schindeln verschoben und das genau über dem Bett. So konnte in der vorherigen Woche der Regen ohne Probleme direkt ins Bett fallen. Und da das Gestell Wasserdicht war, blieb das auch da. Na ja, wir kamen mit einem Schrecken und frisch geduscht davon. Die Situation war so komisch, dass wir auch bei unseren Nachbarn, bei denen wir dann unterkamen noch lange nicht aufhören konnten zu lachen. Das Dach habe ich natürlich repariert und auch gleich ein neues Bett gekauft, so richtig mit Bettgestell, Lattenrost und Matratze und so.

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