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Die Kernfrage, die sich jedoch viele Ärzte und Hersteller heutzutage stellen: Was ist eigentlich die richtige Matratze und voraus besteht sie? Welche Form und Größe soll die Matratze haben und welche Härte ist gut genug?
Die am meisten verbreitete Matratzenart ist die sogenannte Federkernmatratze. Neben den Cosilflex-, und Taschen- sind Bonellfederkern-Matratzen die am häufigsten genutzte Federnkernmatratze. Diese Matratze besteht aus Stahlfedern, die durch eine Spirale miteinander verbunden sind. Den höchsten Komfort bietet eine Tonnentaschenfederkern-Matratze. Bei dieser Matratze haben die Metallfedern eine bauchliche Form. Damit sind sie bedeutend flexibler zur den Taschenfederkernmatratzen. Filzplatten dienen bei den Federkernmatratzen als Polsterung. Sie bewahren den Schlafenden vor einer Durchreibung der Federn.
Eine alternative zu den Federkernmatratzen sind Luftkernmatratzen. Sie sind ähnlich aufgebaut, wie die Federkernmatratzen. Anstelle der Federn haben sie zwei Luftkerne in Form von Luftbehältern. Durch das Aufpumpen und Ablassen der Luft lässt sich die Härte regulieren.
Ein neurer Trend sind die Latexmatratzen. Sie bestehen aus Gummi. Deshalb werden Latexmatratzen, ähnlich wie Reifen in der Vulkanisation hergestellt. Naturlatexmatratzen haben sich in dieser Rubrik letztendlich durchgesetzt. Sie besteht zu 95% aus Naturpolymeren bzw. unbehandelten Kautschuk. Durch ihre Elastizität passen sich die Latexmatratzen dem Körper und dem Lattenrost hervorragend an und sind zudem auch geräuscharm. Der Nachteil ist ihr enorm hohes Gewicht.
Die Schaumstoffmatratze stand lange Zeit unter einem schlechten Ruf. Als Billigware abgestempelt wurde die Schaumstoffmatratze vor allem durch ihre geringe Haltbarkeit. Das hat sich jedoch seit einigen Jahren rapide geändert. Heute bestehen Schaumstoffmatratzen aus Kaltschaum. Seit dem Verbot von FCKWs wird der Kaltschaumkern nur beim Zusammentreffen der chemischen Grundsubstanz und Wasser hergestellt. Auf Treibmittel wird komplett verzichtet.
Laut der Zeitschrift Öko-Test entscheiden sich 65% der Verbraucher für die Federkernmatratze. Die vor Jahren bejubelte Latexmatratze ging im Verkauf leicht zurück auf zehn bis elf Prozent, die Schaumstoffmatratze holt mit 19 Prozent stark auf. Der Trend ist u.a. auf die steigende Zahl der Allergiker zurückzuführen. Die synthetische Schaumstoffmatratze gilt als das Nonplusultra für sensible Menschen.
Allerdings fängt man auf einer Matratze aus reinem Schaumstoff sehr schnell an zu schwitzen. Der Schaumstoffkern wurde daraufhin weiterentwickelt. Die Schäume haben nun ausgeklügelte Luftkammersysteme, die die Feuchtigkeit besser verteilen. Das verbessert das sogenannte Betten-Mikroklima. Für Matratzen ist es wichtig das die Wärme und vor allem ein Feuchtestau vermieden wird. Neuentwickelte Bezüge fördern ebenfalls das Mikroklima der Matratzen.
Die Matratzenbezüge spielen eine wichtige Rolle. Sie schonen die Matratze vor Abreibungen und bieten dem Verbraucher zusätzlich ein kuscheliges Gefühl beim liegen. Die Webart des Bezuges ist wichtig für die Elastizität und Atmungsaktivität der Matratze. Zu den Webarten zählen Drell, Velours, Frottee und Jersey. Die Materialen sind meistens aus reiner Baumwolle. Zur besseren Haltbarkeit wird Polyester beigemischt. Zusätzlich werden Aloe Vera oder Tencel beigemischt, um den Matratzenbezug geschmeidiger zu machen.
Die Größe einer Matratze ist für den komfortablen Schlaf natürlich auch sehr wichtig. Im Handel und bei den Produzenten von Matratzen, Lattenrosten und Betten haben sich Standardgrößen etabliert. Sondergrößen gibt es meist nur auf Bestellung und für einen deutlichen Preisaufschlag. In den letzten fünfzig Jahren haben sich die Standardgrößen auf bis zu 200cm Länge erhöht. Das hängt mit den gestiegenen Körpergrößen der Käufer zusammen. Die gängigen Maße gehen in der Breite ab 70 in zehner Schritten bi zu 200cm. Matratzen gibt es jedoch nur in den Standardlängen für Kinder mit 140cm und für Erwachsene mit 190 bzw. 200cm. Die Maße 70×140cm ist die übliche Größe für Kindermatratzen und Kinderbetten.
Für den gesunden Schlaf ist neben der Matratzenart und Matratzen-Größe vor allem der Härtegrad ein wichtiger Faktor. Matratzen sollen in Verbindung mit dem geeigneten Lattenrost zur Regeneration des Körpers führen. Die Wirbelsäule soll dabei die von der Natur aus gegebene Form eines doppelten S einnehmen und auf dem Rücken liegend vom Kopf bis zum Steißbein eine gerade Linie bilden. Bei der Schlafposition auf der Seite sollten deshalb vor allem die Schulter und das Becken tief in die Matratze einsacken. Das kann aber nur passieren, wenn die Matratze nicht zu hart ist. Ist die Matratze zu weich, sickert man eventuell zu tief in die Matratze und die ideale Schlafposition kann nicht eingenommen werden. Matratzen gibt es deshalb in drei verschiedenen Härtegraden: Weich, mittel und hart. Eine Norm gibt es allerdings nicht. Eine Faustregel besagt jedoch, das Härtegrad “weich” für Personen bis 60Kg geeignet ist. “Mittel” für Personen bis 80Kg und “hart” dementsprechend für Personen ab 80Kg.
Gibt es nun die perfekte Matratze? Die Antwort ist nein. Jeder Mensch muss sich seine ideale Matratze aussuchen, die sich individuell an seinen Körper anpasst. Es hat sich nicht umsonst eingebürgert, dass Matratzenkerne und Matratzenbezüge auch getrennt sich liefern lassen und erst beim Kunden zusammengefügt werden. Auf diese Weise kann jeder seinen Härtegrad, sowie die jeweilige Matratzen-Art zusammenstellen und dadurch gesund und erholt in den neuen Tag starten.
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