Das Glück der Pferde ist der Reiter auf der Erde
Da saß ich nun. Stock sauer und klitsche nass. Allerdings musste das Bild was ich abgab zum totlachen sein. Mein Hintern tat weh. Gott sei Dank ist nicht mehr passiert. Mein Pferd war nur noch eine Staubwolke am Horizont. Super, auch noch zum Stall zurück laufen. Mit der Aussicht hatte ich schon gar keine Lust aufzustehen. Ich hörte jetzt schon das schallende Gelächter meiner Freundin, wenn ich ihr erzähle, wie ich etwas unfreiwillig aus dem Sattel gestiegen bin. Musst dieses doofe Reh auch genau vor uns über den Weg preschen. Wütend erhob ich mich. Ausgerechnet in die einzige Pfütze weit und breit hat es mich gelegt. Ganz toll. Zu allem Überfluss lief das Wasser jetzt auch noch in die Stiefel. Das war nicht mein Tag. Ich hatte das heute Morgen schon gemerkt und hätte mal lieber weiter an meiner Matratze horchen sollen. War eh noch so gemütlich gewesen, aber ich hatte mir gedacht: Morgenstund´ hat Gold im Mund. Toll, jetzt lief ich morgens um halb zehn zu Fuß zum Stall. Bei näherer Betrachtung war das so komisch, dass ich lachen musste. Wenn nur der Hintern nicht so weh tun würde.. Na ja, erstmal loslaufen. Auf halben Weg kam mir sah ich eine Reiterin mit Handpferd. Auf den zweiten Blick erkannte ich als Handpferd mein Pferd und als Reiterin die Besitzerin und meine Freundin auf ihrem anderen Pferd. Sie hatte sich gedacht als ihr Pferd alleine wieder sie müsste doch mal gucken, ob es mir gut geht und wollte mir den langen Marsch ersparen. Allerdings konnte sie sich bei den Worten vor lachen kaum noch im Sattel halten. Tja, wer den Schaden hat, braucht für den Spot nicht zu Sorgen. Ich stieg also mit Schmerzverzerrtem Gesicht wieder in den Sattel, was mir wieder einen Lacher einfing und wir ritten langsam zurück, ganz langsam.
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