Ein fauler Tag
Montag, den 28. September 2009Gähnend streckte ich mich im Bett aus. Ich hatte so gut geschlafen wie lange nicht mehr. 10 Stunden am Stück. Noch ein bisschen schläfrig, drehte ich mich auf meiner Matratze und dem alters schwachen Lattenrost zur Seite und kuschelte mich noch mal richtig ein. Das schönste am Kinderfreien Wochenende ist das ausschlafen und einfach noch liegen bleiben und weiter dösen. Das zweitschönste ist lesen im Bett. Ich überlegte. Die Augen waren noch so schwer und ich hatte noch den Nebel des Schlafes im Kopf. Langsam, aber nur ganz langsam wich der Nebel und mir vielen die letzten Zeilen meines Buches wieder ein, die ich gestern Abend noch gelesen hatte. Schlagartig war ich hellwach und die Augen gingen auch ganz leicht auf. Schnell noch zum Kühlschrank gerannt und die Schokolade geholt. Und einem Protest Gestöhne meines Bettgestells, warf ich mich auf die Matratze. Dann kuschelte ich mich richtig ein, legte die Kissen höher und machte das Licht an. Draußen war es zwar schon hell und ich hätte auch einfach das Rollo öffnen können, aber das wäre nicht so gemütlich gewesen, außerdem musste man das Wetter nicht unbedingt sehen, war eh nur grau in grau. Mein Buch war so spannend, dass ich fast das Telefon überhörte. Meine Mutter teilte mir mit dass schon nach Mittag war und ob ich nicht zum Kaffee kommen möchte. Sie hätte auch einen Kuchen gebacken. Nach einem Blick auf das Regenwetter lehnte ich dankend ab. Ich hatte nun wirklich keine Lust da raus zu gehen. Also ging ich wieder zu meinem Buch ins Bett. So ein fauler Tag war doch echt was schönes.